Ein Hund auf Reisen - Keine gestellten Abenteuer - Keine künstliche Dramatik - Nur das, was unterwegs wirklich passiert. Offroad Abenteuer - Outdoor Survival - Overland Reiseberichte - Mit Hund Castor. WWW.OVERLAND-4X4.DE
24.10.2026
Marokko. Erste Sekunde auf afrikanischem Boden, und was macht diese hochgezüchtete Weltraum-Spielerei?
22.10.2026
Wenn die Flasche Wein billiger ist, als der Diesel....
Der Alte saß am Tisch. Ich lag auf dem abgewetzten Linoleum des FM1-Shelters – diesem alten Bundeswehr-Blechkübel, der nach Diesel, Wüstensand und Geschichte riecht – den Kopf auf den Pfoten, und beobachtete ihn durch ein halb geöffnetes Auge, während er sich ein Glas von diesem billigen roten Stoff einschenkte.
Ein Euro und neunundneunzig Cent. 1,99 Euro für dreiviertel Liter. Er hatte die Pulle heute irgendwo hier in Spanien im Supermarkt aus dem Regal gefischt. Normalerweise riecht Zeug für den Preis wie die Pisse von einem kranken Kojoten und brennt dir Löcher in den Magen, aber der Alte nahm einen Schluck, wog die Lage ab und knurrte nur ein kurzes, trockenes: „Trinkbar.“
Das war der Moment, in dem die alten Zahnräder in seinem Kopf schmerzhaft anzulaufen begannen.
Er dachte an Deutschland. An den scheußlichen Dieselpreis dort drüben. Ein verdammter Liter stinkender Treibstoff kostet zu Hause inzwischen mehr als eine ganze Flasche von diesem spanischen Rotwein. Das muss man sich mal reinziehen. Die Welt ist völlig durchgeknallt, und der Alte hockt mittendrin im Shelter und rechnet.
Jetzt sitzt er da, starrt das Glas an und dreht durch. Zwei Optionen plagen seine grauen Zellen:
Erstens: Er kippt den Wein einfach direkt in den Tank vom MAN. Scheiß drauf, vielleicht läuft der D0226-Diesel ja auch mit vergorenen Trauben. Wenn nicht, riecht der Auspuff wenigstens nach Kneipe.
Zweitens: Er pfeift aufs Tanken, gibt keinen einzigen Cent mehr für Diesel aus, kauft von der verbliebenen Kohle den halben Laden voller Weinkisten und bleibt einfach für immer genau hier hocken.
Ich ließ meine Rute einmal kurz aufs linoleumgedämmte Holz knallen und schloss die Augen. Solange mein Napf voll ist und ab und zu ein Stück Wurst abfällt, soll er von mir aus die ganze Hütte bis zur Decke mit Wein zupacken. Er starrt immer noch auf das leere Glas, auf die Wand, auf nichts. Ich glaube, er kauft mehr Kisten.
19.10.2026
Wenn die Wetter-App schweigt, aber das Handy schrillt: Warum Technik mich fast die Achse gekostet hätte
Gestern Abend, irgendwo südlich von Valencia. Ein gewohnter Blick auf das Smartphone vor der Nacht am Strand:
- Gezeiten-App: Höchststand war vor zwei Stunden, Niedrigwasser kommt erst in 11 Stunden. Alles scheinbar im grünen Bereich.
- Wetter-App: Starke Windböen, aber mickrige 2,5 mm Regen vorhergesagt.
Normalerweise hätte ich diesen Daten vertraut. Doch mein Bauchgefühl war sowieso schon mulmig – also habe ich den Wagen zumindes
Wenn der Social-Media-Kick schiefgeht: Schwerer Unfall auf Mauritaniens Erzzug
Der berühmte Eisenerzzug der Staatseisengesellschaft SNIM in Mauritanien zieht seit Jahren Abenteurer und Influencer aus aller Welt an. Mit einer Länge von über zwei Kilometern gilt die Fahrt auf den offenen Güterwaggons mitten durch die Sahara als einer der extremsten Reisetrips überhaupt.
Dass der Hype auf TikTok und Instagram nicht ungefährlich ist, zeigte ein Vorfall in der mauretanischen Region Tiris Zemmour.
Was ist passiert?
09.10.2026
Die frostige Hölle gen Norden: Wie ich Silvester am Ende der Welt überlebte
Normalerweise nimmt man dagegen einen kräftigen Schluck billigen Whisky, dreht sich um und schläft weiter.
Ich nicht. Ich dachte mir kurz vor dem Jahreswechsel 2016/2017: Was solls. Warum das neue Jahr im warmen Wohnzimmer mit verlogenen Glückwünschen begießen, wenn man sich die Eier auch in einer arschkalten, eisigen Einöde abfrieren kann?
HIER die komplette Playlist: https://youtube.com/playlist?list=PL8eZ8omxBU-LP8mYTmh8RVolRlY3KyS5E&si=ftYVyoVOsupk1YMA
Also packte ich mein Zeug. Kein Reisebüro, keine Gruppe,
06.10.2026
Der Tag der Auslandsdeutschen oder: Warum die Welt ohne uns im Elend versaufen würde (und warum ich es trotzdem tue)
Man teilt mir mit, heute sei der internationale Tag der Auslandsdeutschen. Großartig. Ein Tag für Abgehauene, Steuerflüchtlinge, Visionäre und Leute mit chronisch ruinierten Lebern.
Ich bin vor zwei Jahren auch abgehauen. Aber nennt mich verdammt noch mal nicht „Auswanderer“. Wandern tun verklemmte Typen in Funktionskleidung mit Ski-Stöcken ohne Skier und schlecht sitzenden Unterhosen, die Sonntags um acht Uhr morgens auf Hügel klettern, um trockenes Vollkornbrot mit Schinken zu kauen. Ich bin nicht gewandert. Ich bin gefahren. Mit schwerem Gerät, viel Diesel, verdammt viel Gepäck und einer gehörigen Portion Verachtung für die deutsche Bürokratie im Rückspiegel. Keinen Wohnsitz mehr im Bundesgebiet, den Pass tief in der Tasche, den Mittelfinger fest im Wind.
Wenn man sich die Geschichtsbücher ansieht – oder das, was Schlauseiten zum heutigen Tag zusammentippen –, stellt man fest: Die Auslandsdeutschen haben der Welt schon immer den Arsch gerettet.
Wo die Sahara auf den Atlantik trifft: Nationalpark Banc d’Arguin 🇲🇷🦅
Der Nationalpark Banc d’Arguin an der Küste Mauretransformationens ist einer der faszinierendsten und abgelegensten Orte Westafrikas. Als UNESCO-Weltkulturerbe bildet er ein einzigartiges Ökosystem: Riesige Wüstendünen treffen direkt auf das flache, fischreiche Meer.
In diesem Video nehme ich dich mit auf eine Reise durch diese unberührte Naturlandschaft – von Millionen Zugvögeln bis zu den traditionellen Imraguen-Fischern, die seit Jahrhunderten im Einklang mit dem Meer leben.03.10.2026
MAURETANIEN: Wenn die Piste zur Grenze wird! von Kiffa nach Kaédi 4x4
Auf einem der spektakulären und entlegenen Track in Mauretanien unterwegs: Begleitet uns auf unserem Offroad-Abenteuer quer durch die Dornbuschsavanne der Sahelzone!
Unsere Route führt uns von **Kiffa** über **Kankossa**, **El Moudéré**, **Dougoulgui** und den atemberaubenden **Passo de Soufa** weiter über **Hassi Chems** und **M'Bout** bis an die Ufer des Senegal-Flusses nach **Kaédi**. Ein besonderes Highlight: Große Teile dieser Strecke verlaufen nahe der Grenzregionen zu **Mali** und dem **Senegal**. Dichte Dornbüsche, tief ausgefahrene Sandpisten, felsige Passpassagen und abgelegene Siedlungen verlangen Mensch und Fahrzeug alles ab. Erlebt unverfälschte Natur, die harte Realität des Lebens im Sahel und das pure Gefühl von Freiheit abseits jeglicher Zivilisation.24.09.2026
Deutschland retten aus der Sicht von Castor
Da der BlackRock Kanzler entweder nicht in der Lage, zu bequem ist, es einfach nicht kann oder von seinem alten Jobgeber einen anderen Auftrag erhalten hat, habe ich als Hund mal gestern Abend die KI machen lassen.
Hier ist der 10-Punkte-Plan zur Rettung Deutschlands – vollkommen aus der unnachgiebigen, scharfsinnigen Perspektive eines vierbeinigen Gefährten - Castor.
1. Präambel aus der Hundehütte: Wuff, Schluss mit dem Gelaber
22.09.2026
Wo Schmidt draufsteht - Cape Schmidt – Bis ans Ende der Welt
Und jetzt hat er wieder so eine Idee. Er will nach Mys Schmidta (МЫС ШМИДТА), nach Kap Schmidt, ganz oben im äußersten Nordosten Russlands, an der Tschuktschensee.
Ich weiß nicht genau, warum. Aber ich kenne den Alten inzwischen lange genug. Wenn er irgendwo auf einer Landkarte einen Punkt findet, der weit genug weg ist, wird daraus irgendwann ein Ziel. Und wenn dieser Punkt dann auch noch seinen eigenen Namen trägt, ist die Sache praktisch erledigt.
Der Mann heißt Schmidt. Das Kap heißt Schmidt. Also muss er irgendwann dahin. Logisch.
20.09.2026
„Fünf Sterne oder sieben Tonnen? Mein Sohn versteht meinen Weg nicht“
Ich habe nie davon geträumt, fünf Sterne zu buchen. Mich hat immer mehr interessiert, was hinter der nächsten Kurve liegt. Aber irgendwann kam der Moment, an dem aus dem Wegfahren ein Aufbrechen wurde.
19.09.2026
Live Vortrag - Mauretanien - Freitag, 02. Oktober 2026
Vortrag - Castor`s Reise durch Mauretanien.
15.09.2026
Zwei Flaschen für den Teufel und die Sonne der Steiermark
Man schaut aus dem Fenster, der Hund schläft im Schatten, und drüben an den Ästen hängen die Äpfel. Knallrot. Sie sehen aus, als hätten sie den ganzen Schmerz der Hitze aufgesaugt und in Zucker verwandelt. Und dann sind da diese paar Weintrauben an der alten Wand. Gelbgrün, prall, knackig. Wenn du eine zwischen den Zähnen zerdrückst, schmeckst du die ganze Verdammnis dieses heißen Sommers. Süß. Fast zu süß für diese Welt.
14.09.2026
Happy Birthday Castor - 2 Jahre 28 Länder und verdammt viel Welt in einer Hundenase
11.09.2026
Wie die jüngste Eskalation am Bab al-Mandab die globale Ölversorgung und die Dieselpreise trifft – Was bedeutet das für Overland Reisende
Die geopolitische Lage im Nahen Osten hat sich drastisch zugespitzt. Durch die Einnahme der strategisch entscheidenden Insel Mayyun (Perim) sowie der Hafenstadt Mokka kontrollieren die Huthi-Rebellen nun die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer. Damit halten sie die Schlüsselstelle des Bab al-Mandab direkt in der Hand – eine Nadelöhr-Passage, durch die unter Normalbedingungen täglich etwa 6 bis 8 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte fließen.
Der Zusammenbruch der Ausweichrouten
Meine neue Spülmaschine
05.09.2026
Dann lerne ich eben Russisch
Man säuft sich die Sache schön oder man fängt an, selbst nachzudenken.
Ich habe mich für Russisch entschieden. Nicht, weil ich plötzlich Putin zum Schwiegervater machen will, nicht weil ich Russland für das Paradies auf Erden halte und schon gar nicht, weil ich glaube, dass in Moskau morgens die Engel aufstehen und abends die Welt retten.
Ich lerne Russisch, weil ich die Schnauze voll davon habe, mir die Welt immer nur von anderen übersetzen zu lassen. Von Regierungen, lerlogenen Kanzlern, Nachrichtensendern und irgendwelchen EX-perten, die mir aus klimatisierten Fernsehstudios erklären, wie die Menschen in einem Land denken, in dem sie wahrscheinlich noch nie länger als einen Zwischenstopp am Flughafen verbracht haben.
04.09.2026
Camp Steska - Empfehlung
Ich habe das Lenkrad herumgerissen.
30.08.2026
Preisschock auf Russisch? Warum der Einkauf drüben trotzdem noch Lachsack-Niveau hat
Wer nach dem ständigen Kassensturz in mitteleuropäischen Supermärkten oder an den heimischen Zapfsäulen einen Blick gen Osten wirft, reibt sich verwundert die Augen.
In ihrem Video
29.08.2026
Der Alte und ich – eine Frage der Abstammung
Der Alte wollte es jetzt ganz genau wissen. Als ob es nicht reichen würde, mich anzusehen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch erkennt doch, dass ich ein Mischling bin. Aber der Alte ist eben einer von diesen Menschen, die alles genau wissen wollen. Also hat er mir ein bisschen DNA geklaut und zu irgendwelchen Leuten geschickt, die den ganzen Tag Hundegene anschauen. Mehr als 1.800 genetische Marker haben die untersucht und mit einer Datenbank aus hunderten Rassen verglichen. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig: Ich bin 38 Prozent Border Collie, 25 Prozent AmStaff Terrier, 19 Prozent Magyar Vizsla, 13 Prozent Berner Sennenhund, 4 Prozent Spinone Italiano und 1 Prozent Drahthaar Vizsla.
Ich finde, das klingt ziemlich beeindruckend. Fast wie eine schlechte Rockband aus sechs
28.08.2026
Die Welt ist nicht in Ordnung. Aber hier geht’s.
Es gibt Orte, an denen die Welt noch in Ordnung ist. Natürlich ist das gelogen. Die Welt ist ein kaputter Laden. Überall stehen Idioten hinter den Tresen und verkaufen dir Angst, Karriere, Status und irgendeinen anderen Scheiß, den du angeblich brauchst, bevor du endlich zufrieden sein darfst.
Aber hier vor meiner Scheune ist davon gerade nicht viel zu sehen. Zweihundert Jahre alter Bauernhof. Drei Würste auf dem Grill. Eine Flasche Blaufränkisch, die langsam ihrer endgültigen Bestimmung entgegengeht. Ich sitze mit nacktem Oberkörper davor und schwitze trotzdem wie ein alter Hafenarbeiter im Hochsommer. Der Ventilator läuft neben mir und schiebt die heiße Luft von einer Seite zur anderen. Ein ziemlich sinnloses Gerät, aber immerhin einer der wenigen Kollegen, die ich heute noch dulde.
Im Garten zirpen die Zikaden. Sie haben keine Meetings. Keine Quartalszahlen. Keine Kunden, die um 22:17 Uhr noch schnell eine „kleine Sache“ brauchen. Sie zirpen einfach. Und vielleicht haben sie damit mehr vom Leben verstanden als wir.
27.08.2026
Die Sturzflut an der Nepal-Tibet-Grenze: Was geschah – und was sie für Overlander bedeutet
27. August 2026 Was ist passiert - Am Morgen des 26. August 2026, gegen 8:40 Uhr Ortszeit, raste eine gewaltige Sturzflut durch das Lhende-Khola-Tal und weiter entlang des Trishuli-Flusses an der Grenze zwischen Nepal und der Tibetischen Autonomen Region (China). Auslöser war ein geologisches Ereignis in den Bergen oberhalb von Gyirong County auf tibetischer Seite – vermutlich eine Kombination aus Bergsturz und dem Bruch eines natürlich aufgestauten Sees, ähnlich einem Gletschersee-Ausbruch (GLOF). Das Ereignis war so massiv, dass es sogar von Seismometern in den USA und Deutschland registriert wurde.
Die Flutwelle traf die Distrikte Rasuwa und Nuwakot in Nepal mit voller Wucht und wälzte sich weiter Richtung Süden. Mindestens 19 Brücken und rund 40 Kilometer Straße wurden weggerissen.
23.08.2026
Henry – der Hund, der blieb - RIP Henry
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| Marokko 2016 |
Vor 10 Jahren habe ich in Marokko Henry kennengelernt. Einen Rhodesian Ridgeback. 60 Kilo groß, kräftig und beeindruckend. Und doch einer der liebsten und aufmerksamsten Hunde, die ich je kennenlernen durfte.
16.08.2026
Wie langsam kann der Alte eigentlich fahren?
„Wie schaffst du das eigentlich mit der Geschwindigkeit im Lkw? Wie kommst du damit zurecht, so langsam zu fahren?“
Früher war der Kerl offenbar schneller unterwegs.
Ich habe die alten Geschichten gehört. Land Rover. Defender. Discovery. Jeep. Flotte Kisten, kräftige Motoren und immer schön auf die Tube. 140 150 180. Als hätte er einen Arsch voll Termine und der Teufel würde hinter ihm herfahren. Heute fährt er Lkw. Und plötzlich hat er Zeit. Verdammt viel Zeit.
15.08.2026
Neu auf Offdoor: Comicstrips für die Lesefaulen! 🎨🐕
Künftig erwarten euch vielleicht regelmäßig kleine Strips über das wahre Overlander-Leben – mit allen Pleiten, Pech, Pannen und Wüsten-Highlights. Vielleicht aber auch nicht wenn es mir zu blöd wird. :-)
Schaut vorbei, schmunzelt mit und gebt Bescheid, wie euch die neue Bildsprache gefällt!
Der erste Strip zu unserem Artikel: "Genau 2 Jahre. Über 80.000 Kilometer. 28 Länder und unzählige Begegnungen." in den folgenden ersten Versuchen mit der KI.
09.08.2026
Blut, Schweiß und Wüstensand: Mauretanien ungeschönt - Die Sammlung der Videos meiner letzten Reise gemeinsam mit Castor
Hunderte Kilometer Weichsand. Chinguetti liegt hinter uns wie ein verblasster Kater, Ouadane irgendwo da draußen in diesem kochenden Nichts. Vierzig Liter Sprit versoffen, während der Motor schrie wie ein geschundener Gaul, der nicht verrecken will. Pisten, die vor Jahrzehnten mal eine Idee waren und heute nur noch Staub und Einbildung sind. Der Passo de Soufa hat uns gezeigt, was Orientierungslosigkeit wirklich bedeutet – wenn GPS, Karte und Bauchgefühl gleichzeitig aufs Maul fallen. HIER nun die gesamte Playlist Mauretanien
07.08.2026
Was mir ein mauretanisches Zebu über die steirische Jammerkultur beigebracht hat
Ein paar Fliegen tanzen auf meiner Nase, während ich den Kopf aufs kühle Pflaster in unserem Bauernhof drücke. Der Alte sitzt drinnen, tippt in seine Tasten, schüttet steirischen Wein nach und murmelt Flüche über das Thermometer.
Ich bin Castor – ein wildehemaliges Gesamtkunstwerk, ein bunter Mischmasch aus Border Collie, American Staffordshire Terrier, Vizsla, Deutsch Drahthaar, Berner Sennenhund und gesundem Menschenverstand. Ich habe vier Pfoten, zwei offene Augen und eine Nase, die den ganzen Wahnsinn dieser Welt schon auf drei Meilen Entfernung riecht.
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| www.vol.at/notschlachtungen-wegen-duerrebedingten-futtermangels |
05.08.2026
Der indische Bienen-Killer mit den gelben Socken
Eine LiveReportage vom Bauernhof in der Oststeiermark
Es war heute 05. August 2026 drei Uhr nachmittags in der Oststeiermark
Ich saß auf einer leeren Bierkiste hinterm Schuppen, beobachtete den Rost am MAN und dachte über den Sinn des Ganzen nach
03.08.2026
Von Marokko bis zur Schweiz: Ein Tisch voller Devisen und die dreckige Wahrheit über Geld
Sogar das Rumpeln meines Magens klingt heute träge. Und was macht der Alte? Sitzt in der Scheune im Schatten, schwitzt sich einen ab und breitet auf dem Spieltisch sein gesammeltes Altmetall aus.
Er nennt es „Schätze sortieren“ oder „Kassensturz für die nächste Tour“. Ich nenne es: Völlig bekloppt bei dieser Hitze aber aus seiner Sicht das was man mit überschaubaren Bewegungen noch machen kann um die Langeweile zu vertreiben. Der MAN ist noch nicht ganz fertig, beim ISUZU ist die Kabine runter zum Verkauf und etwas davon reisefertig zu machen ist bei den Temperaturen der kommenden Tage (zwischen 37-38 Grad) für den Alten zu schweißtreibend.
Seit einer gefühlten Ewigkeit lässt er Münze für Münze auf ein graues Tuch scheppern. Kling, klang. Jedes Mal zucken meine Ohren, aber Leckerlis kommen dabei natürlich nicht herum. Nur dieses metallische Zeug, das nach altem Schweiß, Staub und verbrauchten Grenzübergängen stinkt. Er glotzt auf den Haufen, als wollte er herausfinden, ob wir damit auf der nächsten Reise wenigstens ein paar Kilometer weit kommen.
Ich kann ihm die Antwort auch ohne Brille geben: Vergiß es, Alter.
02.08.2026
Genau 2 Jahre. Über 80.000 Kilometer. 28 Länder und unzählige Begegnungen.
Fast auf den Tag genau, in der ersten Augustwoche vor zwei Jahren, habe ich einen Schritt gewagt, vor dem viele zurückschrecken. Nicht, weil er besonders mutig war. Sondern weil er unbequem ist. Ich habe aufgehört, mein Leben nach den Erwartungen anderer auszurichten. Ich wurde Privatier. Bin als Migrant nach Österreich und reise von dort aus. Diese Woche habe ich meine Allerletzte Gewerbesteuer und die letzte Einkommensteuer 2024 in Deutschland überwiesen und die letzte Rechnung meines Steuerberaters gezahlt. Es hat besonders geschmerzt wenn ich sehe, was mit der Masse an Geld die ich in den letzten 25 Jahren an Steuern und Abgaben gezahlt habe, von den letzten reGIERungen gemacht wird. SO WHAT.....
Viele glauben, das sei gleichbedeutend mit Ruhestand. Mit Nichtstun. Mit Golfplatz, Kreuzfahrten und dem täglichen Blick auf die Uhr oder Primeln im Garten setzen. Für mich bedeutet es das Gegenteil.
29.07.2026
Warum ich auf meinen Reisen Militärkleidung und Ausrüstung nutze
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| Mein Regenanzug der belgischen Armee |
Es muss funktionieren. Immer. Mehr nicht. Deshalb besteht ein Großteil meiner Ausrüstung aus militärischem Zeug. (Artikel enthält Werbelinks zu Herstellern und Amazon)
26.07.2026
Was wir eigentlich machen, wenn wir zu Hause sind
Blödsinn. Die Wahrheit fängt erst an, wenn wir wieder zu Hause sind.
24.07.2026
Warum Einsamkeit der größte Luxus geworden ist
Wir waren mit kleinen Gruppen unterwegs. Vier oder fünf Fahrzeuge. Manchmal zwei Fahrzeuge, zwei Menschen und zwei Hunde. Das war wahrscheinlich die beste Variante. Und dann waren wir sehr oft alleine. Eigentlich die meiste Zeit. Und irgendwann habe ich begriffen, dass genau das der größte Luxus geworden ist.
Nicht das Fahrzeug. Nicht die Freiheit,
21.07.2026
Der Alte friert. Im Juli. - Geht es wieder los?
Das ist gut. Denn wenn der Alte friert, beginnt er über das Wegfahren nachzudenken. Und genau das tut er gerade. Mauretanien war eigentlich der Plan. Noch einmal zurück in die Wüste. Länger. Weiter. Dorthin, wo der Sand bis in die letzten Ritzen kriecht und der Alte nach drei Tagen aussieht, als hätte er sich mit einer Straßenbaumaschine geprügelt.





























