Informationen die in keinem Pistenkuh Büchlein stehen aber Interessant sind. Spätestens seit dem EU-Mauretanien-Abkommen vom März 2024 und dessen fortlaufender Umsetzung fließen hunderte Millionen Euro in das Land.
Dabei geht es der EU vor allem um eine „Vorfeld-Sicherung“ der europäischen Außengrenzen (Externalisierung), um die Migrationsströme auf der Atlantik-Route Richtung Kanarische Inseln einzudämmen und gleichzeitig das Übergreifen von Terrorismus aus der krisengeschüttelten Sahelzone zu verhindern.
Das Programm ruht auf mehreren Säulen und betrifft die mauretanischen Landgrenzen zu Mali und Senegal auf sehr unterschiedliche Weise.
Wie sieht dieses Sicherheitsprogramm aus?
Die EU setzt auf eine Mischung aus militärischer Ausrüstung, polizeilicher Ausbildung, dem Aufbau von Infrastruktur und dem massiven Ausbau von Überwachungstechnik.
GAR-SI Sahel (Groupes d’Action Rapide – Surveillance et Intervention): Dies ist eines der Kernprojekte der EU (finanziert unter anderem aus dem NDICI-Fonds). Hierbei werden mauretanische Gendarmerie-Einheiten nach dem Vorbild der spanischen *Guardia Civil* ausgebildet und hochmobil ausgerüstet. Sie sind speziell dafür da, in abgelegenen Grenzregionen gegen Schleusernetzwerke, Schmuggel und grenzüberschreitende Kriminalität vorzugehen.
Frontex-Kooperation: Die europäische Grenzschutzagentur Frontex verhandelt