Gibt es in Mauretanien Schakale oder sind das Wölfe?

In manchem Offroad Büchlein wird in Mauretanien von Schakalen geredet. Aber es gibt in Mauretanien keine Schakale. 
Denn es sind genetisch gesehen Afrikanische Goldwölfe.
Warum manche sie immer noch „Schakale“ nennen und was der Unterschied ist:
1. Die wissenschaftliche Korrektur:

Die Situation in der Westsahara: Ein politisch korrekter Blick auf die Ursachen, die Lebensbedingungen der Sahrauis und völkerrechtliche Perspektiven


Die Westsahara, ein Gebiet im Nordwesten Afrikas, ist seit Jahrzehnten Schauplatz eines ungelösten Konflikts. Mit einer Fläche von etwa 266.000 km² und einer strategischen Lage an der Atlantikküste ist das Gebiet reich an natürlichen Ressourcen wie Phosphaten, Fischbeständen und potenziellen Öl- und Gasvorkommen. Die geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung der Region hat dazu geführt, dass der Konflikt um die Westsahara weit über die Interessen der direkt betroffenen Bevölkerung hinausgeht. Im Zentrum des Konflikts stehen das sahrauische Volk und sein Anspruch auf Selbstbestimmung, der seit der Dekolonialisierung in den 1970er-Jahren ungelöst ist.


---

Das Leben der Sahrauis

Die Sahrauis, die indigene Bevölkerung der Westsahara, sind seit Jahrzehnten mit prekären Lebensbedingungen konfrontiert, die sich aus der politischen Unsicherheit und der fortdauernden Besatzung ergeben. Etwa 500.000 Sahrauis sind direkt von dem Konflikt betroffen, wobei ihre Lebensrealität stark davon abhängt, ob sie in den von Marokko kontrollierten Gebieten, in den von der Polisario-Front verwalteten Regionen oder in Flüchtlingslagern in Algerien leben.

In den von Marokko kontrollierten Gebieten

In den urbanen Zentren wie El Aaiún, Dakhla und Smara, die unter marokkanischer Verwaltung stehen, leben viele Sahrauis unter schwierigen Bedingungen.

Diskriminierung: Sahrauis berichten von systematischer Diskriminierung im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt und in der Verwaltung. Arbeitsplätze und wirtschaftliche Vorteile, die durch die Ausbeutung der Ressourcen entstehen, kommen oft nicht der indigenen Bevölkerung zugute.

Repression: Politische Aktivitäten oder friedliche Proteste für die Unabhängigkeit werden häufig mit repressiven Maßnahmen beantwortet. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren willkürliche Verhaftungen, Überwachung und Einschränkungen der Meinungsfreiheit.

Zwangsansiedlungen: Die marokkanische Regierung fördert die Ansiedlung marokkanischer Staatsbürger in der Westsahara, was die Sahrauis weiter marginalisiert und den Charakter der Region verändert.


In den von der Polisario-Front kontrollierten Gebieten

Die von der Polisario-Front kontrollierten Gebiete, oft als "befreite Zonen" bezeichnet, sind größtenteils Wüstenregionen mit extremen klimatischen Bedingungen und minimaler Infrastruktur.

Einfaches Leben: Die wenigen Sahrauis, die in diesen Gebieten leben, führen ein karges Leben, das stark von der Unterstützung durch die Polisario-Front und Hilfsorganisationen abhängt.

Militärischer Fokus: Die ständige Bedrohung durch den Konflikt mit Marokko prägt den Alltag, da viele Ressourcen für Verteidigungsmaßnahmen eingesetzt werden.


In den Flüchtlingslagern in Algerien

Etwa 170.000 Sahrauis leben in Flüchtlingslagern rund um Tindouf in Algerien, einer der unwirtlichsten Regionen der Sahara. Diese Lager bestehen seit über 40 Jahren und sind stark von internationaler humanitärer Hilfe abhängig.

Versorgungsprobleme: Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Versorgung sind oft knapp, und die Bevölkerung leidet unter Mangelernährung und unzureichenden Bildungsmöglichkeiten.

Abhängigkeit von Hilfsorganisationen: Obwohl die Lager von der Polisario-Front organisiert werden, ist die Bevölkerung auf Hilfe von UN-Organisationen wie dem UNHCR angewiesen.

Gemeinschaftszusammenhalt: Trotz der schwierigen Lebensbedingungen haben die Sahrauis in den Lagern ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelt, das durch ihre gemeinsame Identität und den Wunsch nach Unabhängigkeit gestärkt wird.



---

Historische Ursachen des Konflikts

Nach dem Rückzug der spanischen Kolonialmacht im Jahr 1975 erhoben sowohl Marokko als auch Mauretanien Anspruch auf das Gebiet, was zu Spannungen führte. Die Befreiungsbewegung der Sahrauis, die Polisario-Front, proklamierte die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) und kämpfte für die Unabhängigkeit. Während Mauretanien 1979 seine Ansprüche aufgab, hält Marokko seither große Teile des Territoriums besetzt, darunter die ressourcenreichen Küstenregionen. Die marokkanische Regierung rechtfertigt ihren Anspruch historisch und kulturell, während die Polisario-Front auf das Recht auf Selbstbestimmung pocht, das durch die Resolutionen der Vereinten Nationen (z. B. Resolution 1514 von 1960) gestützt wird.


---

Ressourcen als Konflikttreiber

Die Bodenschätze und Fischereirechte in der Westsahara haben den Konflikt zusätzlich angeheizt.

1. Phosphatvorkommen: Die Mine in Bou Craa zählt zu den größten Phosphatlagerstätten der Welt. Phosphat ist ein unverzichtbarer Rohstoff für die weltweite Landwirtschaft. Marokko nutzt diese Ressourcen intensiv, was von der Polisario-Front und internationalen Beobachtern als illegale Ausbeutung angesehen wird.


2. Fischereirechte: Die atlantischen Gewässer vor der Westsahara gehören zu den fischreichsten der Welt. Marokko hat mit der Europäischen Union Fischereiabkommen geschlossen, die umstritten sind, da sie die Westsahara nicht als separates Gebiet berücksichtigen. Der Europäische Gerichtshof entschied 2016 und 2018, dass diese Abkommen das Völkerrecht verletzen, da die Bevölkerung der Westsahara nicht konsultiert wurde.


3. Erkundung von Öl- und Gasreserven: Internationale Unternehmen haben in der Vergangenheit Explorationsverträge mit Marokko abgeschlossen, was von der Polisario-Front und Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert wurde.




---

Fazit aus völkerrechtlicher Perspektive

Nach dem internationalen Völkerrecht steht das sahrauische Volk im Mittelpunkt des Konflikts. Die UN-Charta und das Prinzip der Selbstbestimmung betonen, dass Kolonialgebiete das Recht haben, über ihre Zukunft frei zu entscheiden. Marokkos Verwaltung der Westsahara wird völkerrechtlich nicht als rechtmäßige Souveränität anerkannt. Vielmehr gilt Marokko laut Resolutionen der UN-Generalversammlung als Besatzungsmacht. Die wirtschaftliche Ausbeutung der Ressourcen der Westsahara ohne Zustimmung der Sahrauis verstößt gegen das Prinzip der permanenten Souveränität über natürliche Ressourcen, das in mehreren internationalen Abkommen verankert ist.

Ein gerechter und nachhaltiger Frieden in der Westsahara erfordert daher eine Lösung, die das Recht der Sahrauis auf Selbstbestimmung respektiert und die Ausbeutung der Ressourcen beendet. Die internationale Gemeinschaft muss ihren Einsatz für ein Referendum und die Umsetzung der UN-Resolutionen verstärken. Nur so kann eine Lösung gefunden werden, die den Prinzipien des Völkerrechts entspricht und langfristig Stabilität in der Region gewährleistet.

Warum die meisten Reisenden scheitern – lange bevor sie losfahren

Noch ein Thema Reisen - Gestern saß ich wieder in unserer Dorfkneipe. Irgendwann kam die Sprache auf Reisen. Nicht auf Pauschalreisen. Nicht auf zwei Wochen All-inclusive irgendwo am Meer. Sondern auf diese Reisen. Die langen. Die unbequemen. Die, bei denen man nicht genau weiß, wo man nächste Woche steht. Die Reisen, bei denen die Landkarte irgendwann aufhört und das Abenteuer anfängt.

„Das würde ich auch gern machen“, sagte einer. Diesen Satz höre ich seit fünfzehn Jahren. In Österreich. In Deutschland. Eigentlich überall.

Fast immer folgt danach ein Aber. Ein kleines Wort. Vier Buchstaben. Und genau an diesem Aber scheitern die meisten Menschen.

Nicht in der Sahara. Nicht im Pamir. Nicht auf irgendeiner russischen Schlammpiste. Sondern zuhause am Küchentisch. Die meisten Reisen scheitern lange bevor der Motor gestartet wird.

Was sich nach 1000 Nächten draußen verändert

Gerade eben saß ich wieder einmal in unserer Dorfkneipe in der Steiermark. Die gleiche Theke wie seit 2 Jahren, die gleichen Gesichter, die gleichen Geschichten und die gleichen Sorgen. 

Irgendwann kam die Sprache auf meine nächste Reise, denn das ganze Dorf hatte schon den MAN vor der Tür gesehen. Vier, fünf oder sechs Monate sollen es wieder werden. Richtung Süden, wieder über den Wendekreis des Krebses hinaus. Wieder Richtung Mauretanien. Dieses Mal noch tiefer in abgelegene Regionen auch Richtung Mali. 

Weitab jeder Zivilisation in Mauretanien 


Einer der Nachbarn schüttelte den Kopf und nahm einen Schluck Bier. „Das könnte ich nicht“, sagte er. Ein anderer fragte sofort, was denn sei, wenn etwas passiert. Wenn das Auto kaputtgeht. Wenn man krank wird. Wenn man irgendwo feststeckt. Ohne Werkstatt. Ohne ÖAMTC. Ohne Krankenhaus. Ohne irgendeinen Rettungsanker. Ich musste lächeln, weil ich die Fragen gut verstehen konnte. Denn ich höre sie oft von meinem Sohn. Vor fünfzehn Jahren hätte ich wahrscheinlich dieselben gestellt. Damals glaubte ich noch, die Welt sei ein gefährlicher Ort und Sicherheit etwas, das man besitzen könne wie ein Ersatzrad oder eine Versicherungspolice.

Heute, nach weit mehr als tausend Nächten irgendwo draußen zwischen Russland, Armenien, Georgien, der Westsahara und Mauretanien, sehe ich das anders.

Nicht weil die Welt sicherer geworden wäre. Sie ist genauso

„Brot ist kein Projekt! Ein Vierbeiner rechnet mit der deutschen Stulle ab“


Ich lag unter dem Tisch, die Pfoten noch staubig vom letzten Weg, und hab den Geruch von Brot in der Nase gehabt. Brot ist so ein Ding. In Deutschland behandeln sie es wie eine Religion, aber essen es wie eine Pflicht. 

Er hat wieder so ein dunkles Ding aufgeschnitten. Körner oben drauf, innen dicht wie Beton. Sie nennen das Vielfalt. Ich nenne es Arbeit für den Kiefer.

„Castor, das ist gutes Brot“, hat er gesagt. Ich hab ihn angesehen. Gutes Brot braucht keinen Vortrag.

In Deutschland liegt das Brot rum wie Bücher in einer Bibliothek, die keiner liest. Roggen, Dinkel, Vollkorn, Mischbrot, Körnerbrot, Brot mit noch mehr Körnern. Sie schneiden es in perfekte Scheiben, legen Käse drauf, Wurst, irgendwas. Immer irgendwas. Als hätte das Brot alleine Angst vor sich selbst.

Ganz anders war das in Georgien.

Der Eisenerzzug von Mauretanien: Mehr als nur ein Abenteuer auf Schienen

Für viele Reisende ist der mauretanische Eisenerzzug ein Eintrag auf der Bucket List geworden. Ein Selfie auf schwarzem Eisenerz, Staub im Gesicht, Sonnenuntergang über der Sahara. Die sozialen Netzwerke haben aus „Le Train“ eine Art rollende Endzeitkulisse gemacht. Doch wer genauer hinsieht, merkt schnell: Dieser Zug ist kein Freizeitpark für Abenteuerhungrige. Er ist die pulsierende Schlagader eines ganzen Landes.

Seit 1963 zieht der Zug durch die Sahara, von den Minen in Zouérat bis zum Atlantikhafen von Nouadhibou. Über 700 Kilometer durch Stein, Sand und Hitze. Bis zu 220 Waggons lang, mehrere tausend Tonnen schwer. Einer der längsten und schwersten Züge der Welt. ([SWR][1])

Im Video von [National Geographic](https://start.westnet.ca/watch?v=jEo-ykjmHgg&utm_source=chatgpt.com) wirkt der Zug fast wie ein wandernder Kontinent aus Eisen. Aber zwischen all den spektakulären Bildern liegt etwas viel Interessanteres verborgen: das Leben entlang der Strecke.

Die EU betreibt in Mauretanien ein in den letzten Jahren massiv ausgebautes Sicherheitsprogramm


Informationen die in keinem Pistenkuh Büchlein stehen aber Interessant sind. Spätestens seit dem EU-Mauretanien-Abkommen vom März 2024 und dessen fortlaufender Umsetzung fließen hunderte Millionen Euro in das Land.

Dabei geht es der EU vor allem um eine „Vorfeld-Sicherung“ der europäischen Außengrenzen (Externalisierung), um die Migrationsströme auf der Atlantik-Route Richtung Kanarische Inseln einzudämmen und gleichzeitig das Übergreifen von Terrorismus aus der krisengeschüttelten Sahelzone zu verhindern.

Das Programm ruht auf mehreren Säulen und betrifft die mauretanischen Landgrenzen zu Mali und Senegal auf sehr unterschiedliche Weise.

Wie sieht dieses Sicherheitsprogramm aus?

Die EU setzt auf eine Mischung aus militärischer Ausrüstung, polizeilicher Ausbildung, dem Aufbau von Infrastruktur und dem massiven Ausbau von Überwachungstechnik.

GAR-SI Sahel (Groupes d’Action Rapide – Surveillance et Intervention): Dies ist eines der Kernprojekte der EU (finanziert unter anderem aus dem NDICI-Fonds). Hierbei werden mauretanische Gendarmerie-Einheiten nach dem Vorbild der spanischen *Guardia Civil* ausgebildet und hochmobil ausgerüstet. Sie sind speziell dafür da, in abgelegenen Grenzregionen gegen Schleusernetzwerke, Schmuggel und grenzüberschreitende Kriminalität vorzugehen.

Frontex-Kooperation: Die europäische Grenzschutzagentur Frontex verhandelt

Staub, Geist und Opferspeise: Was Pfingsten und das Opferfest im Kern verbindet (wenn man mit Religion nichts am Hut hat)

Wer im Allradfahrzeug die endlosen, kargen Weiten Anatoliens durchquert, reist immer auch ein Stück weit durch die Zeit. Letztes Jahr führte mich mein Weg genau zur Zeit des Opferfestes (Kurban Bayramı) durch das türkische Hinterland. Wenn man die staubigen Straßen abseits der Hauptrouten befahren hat und abends in den kleinen Dörfern mit den Menschen ins Gespräch kommt, beginnt man, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Ich muss dazu sagen: Ich habe weder mit dem Christentum noch mit dem Islam etwas am Hut. Für mich klingen die theologischen Überbauten beider Lager – seien es vom Himmel fallende Flammenzungen oder die Bereitschaft, den eigenen Sohn für eine göttliche Prüfung zu schlachten – gleichermaßen absurd. Aber genau dieser distanzierte Blick schärft das Auge für das Wesentliche. Denn zieht man die religiöse Kulisse ab, merkt man schnell: Beide Feste entspringen exakt demselben menschlichen Hintergrund und erfüllen dieselbe evolutionäre Funktion.

1. Das "Pfingstwunder" Anatoliens: Ein genialer psychologischer Trick

Méharistes in Mauretanien

Beim Lesen dieses SPIEGEL-Artikels über die mauretanischen Méharistes hatte ich sofort dieses alte Ziehen im Bauch, das vermutlich nie ganz verschwindet, wenn man einmal Soldat gewesen ist.

Der Artikel beschreibt eine Einheit der mauretanischen Nationalgarde, die auf Dromedaren entlang der Grenze zu Mali patrouilliert und dort etwas tut, das weit über klassischen Militärdienst hinausgeht. Sie sichern abgelegene Regionen, behandeln Kranke, schlichten Streitigkeiten, sprechen mit Nomaden und halten in Gegenden Präsenz, in denen es sonst kaum noch staatliche Strukturen gibt.
[SPIEGEL-Artikel über die Méharistes in Mauretanien](https://www.spiegel.de/.../keeping-the-peace-on-camelback...)
Während große Teile der Sahelzone im Chaos versinken, gilt Mauretanien seit Jahren

OFFROAD-Schaden: Zahlt die Kasko oder bleibst du drauf sitzen?

Wer mit dem Geländewagen abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sucht das Abenteuer. Doch was passiert, wenn im Gelände, auf Reisen oder im Offroad-Park tatsächlich mal etwas schiefgeht? Zahlt die Kfz-Versicherung Schäden, die abseits des Asphalts entstehen?

Alen von Overland Experience hat im Video die Versicherungsbedingungen der zehn größten deutschen Kfz-Versicherer genau unter die Lupe genommen. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

1. Geltungsbereich: Wo greift der Schutz?

Zwischen Stahl, Verantwortung und Haltung – ein Blick auf die heutige Bundeswehr aus der Perspektive eines ehemaligen Zeitsoldaten

Zwölf Jahre (1976 - 1988) sind keine Episode. Sie sind ein Gelände, durch das man marschiert, stolpert, lernt – und das einen am Ende formt. Ich habe diese Zeit in der Flugabwehr verbracht, als Ausbilder, Erkundungsoffizier und Leiter der Regiments-Ausbildungs Gruppe für den Flakpanzer Gepard. Ein System aus Stahl,Elektronik und Präzision. Doch so beeindruckend die Technik war – entscheidend war immer der Mensch dahinter.

Die Bundeswehr heute – mehr als ein Bild von außen

Die Bundeswehr wird heute oft aus der Distanz betrachtet. Für viele bleibt

Passe de Soufa - Mauretanien - Herausforderung in Navigation und echtem Offroad

Der Passo Soufa, meist als „Passe de Soufa“ bezeichnet, liegt im südlichen Mauretanien, westlich von Kankossa, in einer Landschaft, die wirkt, als hätte der Wind sie nicht nur geformt, sondern auch immer wieder neu erfunden. Keine klaren Linien, keine festen Versprechen. Alles scheint in der Sahel-Zone in Bewegung, selbst wenn

JUST DESERT Mauretanien

14 Minuten Sand.

Kein Gelaber. Kein Influencer-Gesicht, das dir erklärt, wie „healing“ Dünen bei Sonnenuntergang sind. Keine Drohne, die sich aufführt wie ein betrunkener Adler auf Motivationstraining. Nur Mauretanien. Nur Sand und Wind. Nur diese endlose, gottverlassene

Der Alte hat es wirklich getan.


38 Jahre alt. Ein MAN Ex-Militär-LKW der dänischen Armee. Bergauf ist es etwas zäh, aber die Dänen haben ja keine Berge. Ocker wie langsame Entscheidungen und schwer wie ein Montagmorgen nach drei Flaschen Rotwein. 7,49t.

Das Ding rumpelt, holpert, brüllt bei 80 auf der Autobahn wie ein angeschossener Elch. Und trotzdem

Mauretanien - Schule der Demut - Ankündigung – QUANTUM Magazin, nächste Ausgabe


Was passiert, wenn Management-Logik auf endlose Wüste trifft? Wenn KPI-Denken im Sand versinkt und stattdessen etwas viel Ursprünglicheres auftaucht?

In seinem eindringlichen Beitrag „Mauretanien – Schule der Demut“ nimmt Jürgen W. Schmidt die Leser mit auf eine zweimonatige Reise durch eines der rauesten und zugleich faszinierendsten Länder Afrikas. Was als Expedition beginnt, wird schnell zur schonungslosen Selbstbegegnung: fernab von Konferenzräumen und Strategiepapiere zerbricht die Illusion von Kontrolle – und macht Platz für eine neue, tiefere Form von Führung.

Zwischen den pulsierenden Kontrasten der Hauptstadt und der stillen Weite abgelegener Wüstendörfer entfaltet sich eine zentrale Erkenntnis: Wahre Stärke zeigt sich nicht im Dominieren, sondern im Zuhören, im Respekt und in der Fähigkeit, die eigenen Grenzen anzuerkennen.

Doch dieser Artikel steht nicht isoliert – er ist Teil eines Magazins, das genau für solche Perspektivwechsel gemacht ist. QUANTUM ist kein klassisches Wirtschaftsmagazin, sondern

Mit dem 4x4 Camper auf dem Strand fahren – DAS musst du vorher wissen!

Du fährst runter ans Meer, nicht geschniegelt und gestriegelt wie aus einem Prospekt, sondern eher so, wie das Leben dich eben ausspuckt. Der Camper rollt über Sand, der Motor klingt müde, aber ehrlich. Salz in der Luft, Wind im Gesicht, und plötzlich ist da dieser Moment, in dem alles still wird, obwohl das Meer weiter redet.

Mit dem Camper direkt am Wasser stehen, Tür auf, Blick raus, und die Welt hört kurz auf, dir dauernd ins Wort zu fallen. Nachts schläfst du ein mit diesem ewigen Rauschen, als würde das Meer dir Geschichten zuflüstern, die keiner mehr aufschreibt.

Für viele ist das der große Höhepunkt, das Ding, das sie später

Die letzten 13 Monate. 28 Länder. 55.000 Kilometer Asphalt, Staub, Geröll und diese endlose Linie am Horizont, die nie stillsteht.


https://www.polarsteps.com/JWSmith
Und mittendrin: ein damals noch fast neues Setup. Ein Isuzu D-Max mit Geocamper-Kabine – kein Showpiece, sondern ein Arbeitstier mit Seele. Vorne Straße, hinten Zuhause. Bett, Küche, Rückzugsort, Beobachtungsposten. In Zentralasien zusätzlich der Offroad-Anhänger, der manchmal Fluch war, oft aber Freiheit bedeutete. Mehr Wasser, mehr Vorräte, mehr Reichweite. Und manchmal eben auch mehr Gewicht im falschen Moment.

Die Route liest sich wie ein sauberer Plan: Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Armenien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Schweden, Norwegen, Italien, Monaco, Spanien, Marokko, Westsahara, Mauretanien.

Aber diese Liste verschweigt den eigentlichen Kern. Die improvisierten Umwege. Die falschen Abzweigungen, die sich später als richtig herausstellen. Die Tage, an denen nichts passiert – und genau deshalb alles.

Mauretanien: Méharistes, Wächter der Wüste

Tausende Kilometer Wüste. Temperaturen jenseits der 50 Grad. Kaum Menschen, kaum Wasser – und doch ein Leben, das seit Jahrhunderten funktioniert.

Der Bericht nimmt euch mit in den Süden Mauretaniens, mitten in die Sahelzone. Dorthin, wo Nomaden mit ihren Kamelen durch eine der unwirtlichsten Regionen der Erde ziehen. Wo das Kamel nicht nur Transportmittel ist, sondern Lebensversicherung. Und wo sogenannte Méharisten – Wüstenpatrouillen auf Kamelen – eine außergewöhnliche Mission erfüllen: Sicherheit schaffen, Grenzen überwachen und gleichzeitig den Menschen vor Ort helfen.

Wir begleiten diese Männer im Video durch eine Region nahe der Grenze zu Mali – ein Gebiet, das lange als gefährlich galt und auch heute noch für Ausländer strengstens abgeraten wird. Doch ihre Präsenz bringt Stabilität. Sie verteilen Medikamente, sichern Wasserstellen, helfen Familien und halten gleichzeitig Ausschau nach Bedrohungen.

💧 Besonders eindrücklich: Wasser ist hier wertvoller als Gold. Ganze Dörfer kämpfen ums Überleben, Brunnen trocknen aus. Projekte mit solarbetriebenen Anlagen geben Hoffnung – und zeigen, wie fragil dieses Gleichgewicht ist.

Reifendruck auf felsigem Untergrund – Komfort oder Risiko?

Man hört es immer wieder. Man liest es in Foren, in Facebook-Gruppen, in Gesprächen am Lagerfeuer oder beim Schrauben im Staub: „Wenn’s ins Gelände geht, runter mit dem Luftdruck!“ Besonders auf Sand, das ist unbestritten. Auf weichem Untergrund vergrößert der niedrigere Druck die Aufstandsfläche, verbessert Traktion und reduziert das Risiko, sich einzugraben.

Aber was ist mit felsigem, steinigen scharfkantigem Untergrund?

Ich bin in den letzten Jahren Tausende von Kilometern durch unterschiedlichstes Terrain gefahren – von Geröllfeldern in den Alpen über Felsplatten in Marokko bis hin zu scharfkantigem Lavagestein in Armenien. 

Die braune Wand über dem Strand – Heuschrecken in Mauretanien


Der Himmel war kein Himmel mehr. Er war ein verschobener Schatten, schwer und bräunlich, als hätte jemand die Sonne aus dem Bild gedrückt. Wir standen mit unseren Autos am Strand in Mauretanien, das Meer zur einen Seite, die Wüste zur anderen – ein Moment irgendwo zwischen Ruhe und Leere.

Dann kam die Wolke.