Gerade eben saĂ ich wieder einmal in unserer Dorfkneipe in der Steiermark. Die gleiche Theke wie seit 2 Jahren, die gleichen Gesichter, die gleichen Geschichten und die gleichen Sorgen.
Irgendwann kam die Sprache auf meine nĂ€chste Reise, denn das ganze Dorf hatte schon den MAN vor der TĂŒr gesehen. Vier, fĂŒnf oder sechs Monate sollen es wieder werden. Richtung SĂŒden, wieder ĂŒber den Wendekreis des Krebses hinaus. Wieder Richtung Mauretanien. Dieses Mal noch tiefer in abgelegene Regionen auch Richtung Mali.
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| Weitab jeder Zivilisation in Mauretanien |
Einer der Nachbarn schĂŒttelte den Kopf und nahm einen Schluck Bier. „Das könnte ich nicht“, sagte er. Ein anderer fragte sofort, was denn sei, wenn etwas passiert. Wenn das Auto kaputtgeht. Wenn man krank wird. Wenn man irgendwo feststeckt. Ohne Werkstatt. Ohne ĂAMTC. Ohne Krankenhaus. Ohne irgendeinen Rettungsanker. Ich musste lĂ€cheln, weil ich die Fragen gut verstehen konnte. Denn ich höre sie oft von meinem Sohn. Vor fĂŒnfzehn Jahren hĂ€tte ich wahrscheinlich dieselben gestellt. Damals glaubte ich noch, die Welt sei ein gefĂ€hrlicher Ort und Sicherheit etwas, das man besitzen könne wie ein Ersatzrad oder eine Versicherungspolice.
Heute, nach weit mehr als tausend NĂ€chten irgendwo drauĂen zwischen Russland, Armenien, Georgien, der Westsahara und Mauretanien, sehe ich das anders.
Nicht weil die Welt sicherer geworden wÀre. Sie ist genauso