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Norway Snow-Kite auf der Hardangervidda im tiefsten Winter


"Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis." ... sagte meine Großmutter immer. 

Drei Irren ging es nach Weihnachten wohl zu gut. 2 Schweden wollten zum Kiten aber alle Seen waren Ende Dezember in Norwegen und Schweden zugefroren. Aber der Wind war gut, also auf zur Hardangervidda. 

Es ist zwar am 28. Dezember nur wenige Stunden hell, aber die werden genutzt. Einen Tag mit Snowboard und Kite über den See und am folgenden Tag mit den Skiern und Kite durch die Berge in einer atemberaubenden Landschaft mit langanhaltendem Sonnenaufgang bei -26 Grad und 40-50 km/h. Also bei entsprechendem Windchill Effekt gefühlte Temperatur: ca. -43 °C (-45 °F)Entsprechend herausfordernd für Kiter und Drohne.  

Die Hardangervidda ist ein Plateaufjell in Norwegen und die größte Hochebene Europas. Sie hat eine Fläche von etwa 8000 km², im Mittel eine Höhe zwischen 1200 m und 1400 m und erstreckt sich über Bereiche der Fylke Viken im Nordosten, Vestland im Westen und Vestfold og Telemark im Südosten. Der Gebirgskamm Sandfloegga ist mit 1721 m die höchste Erhebung der Hochebene.  https://de.wikipedia.org/wiki/Hardangervidda 


TEIL 4 - Arctic Discovery – Durch die winterliche Polarnacht nach Lappland mit Wohnwagen und Schlafsack bis zur russischen Grenze

TAG 9 Wir denken nun schon intensiv an die Heimreise. Unser Plumpsklo für diese Nacht, direkt auf dem Polarkreis war wieder oberklasse, auch wenn die Ausfahrt vom Parkplatz nach dem starken Schneefall eine Herausforderung war. Der Schneepflug hatte heute früh nicht gesehen, daß auf dem Parkplatz ein paar Irre übernachtet haben und hat einen hüfthohen Schneewall in der Einfahrt aufgehäuft. 










 Ich nutze die Ruhe nach dem Kaffee noch für einige Business Telefon-konferenzen die bei mir nach 2 Wochen Abwesenheit nun etwas länger dauern, weshalb Marcus und Heike schon mal vorfahren. 

2-3 Anläufe mit Schwung und die Ausfahrt ist wieder frei. In Akkanålke bei Storberg wollen wir uns wieder treffen und genießen die zufällig entdeckten Eisgeister auf einem namenlosen Berg. Dort oben stürmt es wieder richtig und ist so kalt, das mein Smartphone nach 5 Minuten im Freien abschaltet. Läppische -11 plus Windchill ergeben gefühlte -30.



Übrigens: Ich nutze für meine Fotos mittlerweile zu 90% nur noch mein Samsung Galaxy Note20 Ultra das über eine Dreifachkamera auf der Rückseite verfügt. Eine 108-Megapixel-Hauptkamera, eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera sowie eine 12-Megapixel-Telekamera mit immensen Fähigkeiten das aktuell die besten Fotos hervorbringt und selbst die neueste iPhone Serie übertrumpft. 

Wir treten dann auch langsam geistig wie physisch die Rückreise an. Es sind ja nur noch 2.600 km bis nach Hause.



Tag 10: 05.01.2022 Gestern hatten wir uns zur Übernachtung einen der seltenen Parkplätze mit geheizter Toilette ausgesucht. Parkplatz Enebacken (64°49'28.6"N 18°48'05.3"E) nördlich von Lycksele, im Västerbottens Län, also noch in Schwedisch Lappland. Gegen 08:30 weckt uns das allmorgendliche Kratzgeräusch des Schneepfluges, der wie immer schön den Schnee auf dem Parkplatz „kehrt“. 

In einigen Kilometern werden wir Lappland verlassen.

TEIL 2 - Arctic Discovery – Durch die winterliche Polarnacht nach Lappland mit Wohnwagen und Schlafsack bis zur russischen Grenze

In meinem Artikel 2017 hatte ich meine Eindrücke und emotionalen Gedanken in einem Video wiedergegeben. Damit starte ich nun den Teil 2 um Euch die Emotionen nördlich des Polarkreises zu vermitteln.

       



Tag 4. Noch in der frühen Dämmerung sehe ich, dass das Loch im Eis zu klein für mich ist um schwimmen zu gehen. So machen wir uns auf, weiter Richtung Norden ohne den Sprungturm zu testen. 

Wenn wir aber weiter so rumtrödeln und auf jeden noch so kleinen Weg abzweigen kommen wir erst Ostern in Lappland an. Der Falschparker Marcus und die darauffolgende Bergeaktion hatten gestern etwas Zeit gekostet, war aber weitestgehend lustig. Lustig jedoch nur weil wir mit 2 Autos unterwegs waren, denn ganz alleine kann es bei diesen Minus-Temperaturen auch schnell unlustig werden, wie ich hier schon erfahren durfte.   



Während der Mittagspause beschließen wir als Ziel für heute, den Polarkreis zu definieren. Und wieder kommt eisiger Wind auf und es beginnt schon wieder zu schneien. Also ab auf die E45 auf der man immer gut Kilometer machen kann, auch wenn die E45 in Deutschland eine Autobahn hier oben nur 2 schmale Spuren hat. So richtig hell wird es jetzt aber auch hier nicht mehr.

100km vor dem Nördlichen Polarkreis beginnt es bei -8 Grad plötzlich zu regnen und der zähflüssige Regen gefriert sofort auf der Windschutzscheibe. Auch der schwedische Scheibenreiniger, der sogar bis -80 Grad definiert ist, nutzt jetzt auch nicht mehr viel. Alle 5 km können wir anhalten und kratzen. Wir sind nun glücklich über die Scheibenheizung die unterstützend wirkt und besonders auch die Lenkradheizung, wenn wir vom freikratzen der Scheinwerfer wieder ins Auto steigen. 

Die Scheinwerfer beim New Defender sind übrigens eine völlige Fehlkonstruktion, denn Eis und Schnee fangen sich dort ein und setzen sich in den Ecken als Eisbrocken fest.



Den Polarkreis passieren wir bei 66°33'04.3"N 19°45'51.6"E um 15:47:43 Uhr kurz vor Jokkmokk, der "heimlichen Hauptstadt" der Sami, wieder bei dichtem Schneefall. Wir beschließen hinter Jokkmokk an einem See zu übernachten. Vorher gibt es aber noch im Opern Restaurant (Restaurang Opera) mit seinen abgewetzten Kunstledersesseln im Ortszentrum von Jokkmokk eine Elchpizza, die offenbar in ganz Schweden gleich beschissen schmeckt. 

Vielleicht liegt das daran das wir andere Geschmacksinne haben und in der Regel ja auch keinen Surströmming mögen.

Surströmming ist übrigens eine schwedische Delikatesse, die aus fermentiertem Hering hergestellt wird. Der Fisch wird in Dosen gepresst und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Surströmming hat einen sehr starken, eigenartigen Geruch und Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist. 

Es wird traditionell zu Kartoffeln, Zwiebeln und Crème Fraiche serviert. Ich muss mich übergeben wenn ich nur schon die Dose sehe. 

Jokkmokk, im Landkreis Norrbotten befindet sich übrigens im Herzen von Schwedisch-Lappland, einer Region, die für ihre wunderschönen Landschaften bekannt ist, mit unendlichen Wäldern, Bergen und Seen. Die Stadt, auch wenn sie sehr klein ist, hat eine reiche Kulturgeschichte und ist Heimat des jährlichen Jokkmokk-Wintermarkts, der seit über 400 Jahren stattfindet und auch eine beliebte Touristenattraktion ist. 

Arctic Discovery – Durch die winterliche Polarnacht nach Lappland mit Wohnwagen und Schlafsack bis zur russischen Grenze - TEIL 1

Mein Reisebericht unserer letzten Tour in die Polarnacht ist fertig. Es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das was Ihr lesen könnt. 7544 Wörter, 41.475 Zeichen, 739 Zeilen und ca. 50 Fotos und x Videos. 

Zusätzlich Sonderseiten Reisetipps für Eure Trips nach Lappland im Winter. Ich bin selbst überrascht vom Ausmaß.   

Dies war die erste Tour in den Winter mit Begleitung. Bisher hatten immer Alle gekniffen als sie merkten, daß ich es mit Lappland und Winter ernst meinte und sie den ersten Wetterbericht gesehen hatten. Nicht so, Heike und Marcus mit ihren 2 Berner Sennenhunden. Sie haben im Wohnwagen geschlafen und ich wie immer im Auto im Schlafsack.

Hier also Teil 1. In meinem letzten Artikel 2017 hatte ich schon über die Arktis geschrieben: 

"Willkommen am Polarkreis, eine Landschaft die Dich mit Frost empfängt anstatt mit wärmenden Sonnenstrahlen. 

Wo der Tag nur wenige Stunden dauert und die Nacht Monate. 

Wo die Natur gefroren ist und Deine Gedanken sie auftauen muss. Du musst frieren, um zu sehen aus welchem Holz Du wirklich geschnitzt bist. 

Wo Du an Grenzen gehen musst, um Dein Ziel zu erreichen. Dem Sturm und der Kälte trotzend musst Du auf Deine Technik vertrauen, wo Polarlichter und Rentiere Dich empfangen. 

Einmal im arktischen Winter angekommen, bleibt Dein Herz dort und du hörst es in der Stille der Polarnacht pochen." - So sollte es wieder kommen.










Weihnachten ist vorbei und wir starten am 27.12. zu unserer Lapplandtour in die Polarnacht. Es ist nun das fünfte Mal, dass ich im Winter den Norden Skandinaviens bereise. Bis jetzt war ich immer alleine unterwegs, weil ich niemanden gefunden hatte, der mit in diese Schweinekälte wollte. Denn ich übernachte nicht in Hotels, sondern im Auto oder gelegentlich auch mal in einer Hütte mit Dusche, wenn verfügbar.

Dieses Mal finde ich tatsächlich 4 Begleiter, die mit mir in die Kältekammer Europas fahren. Drei weitere, die ursprünglich unbedingt mitwollten, haben kurzfristig gekniffen, nachdem sie den Wetterbericht gelesen haben. Aber Marcus und Heike mit Ihren beiden Berner Sennenhunden Admiral und Adonis haben den Wohnwagen angehängt und kommen mit. Ein Eriba Wohnwagen in der Polarnacht ist wohl etwa so selten wie eine Eidechse auf Spitzbergen.

Über die A9, Dänemark und die Øresundsbron (Öresundbrücke) geht es ca. 1.400 km zum ersten Lagerplatz an den Sandstrand von Tönnersa. Morgen treffe ich Marcus und Heike in Südschweden, die auch schon ihre ersten 1.000 Kilometer hinter sich haben. Ab jetzt reisen wir gemeinsam mit dem Gespann Discovery5 mit Wohnwagen Eriba Touring und meinem New Defender.     



Schweden hat mich wieder. Noch mitten in der Corona Zeit wird offiziell damit geworben auf Reisen ins Ausland zu verzichten. Besonders nach meinem ersten coolen Übernachtungsplatz an der Küste bei Snapparp / Tönnersa ist mir das sowas von egal. Nur zum Baden ist es zu kalt.

E-Autos ab sofort verboten: Brandgefahr sorgt für Verbannung



Mit dem Elektroauto bis zum Ziel zu kommen, ist nicht mehr überall uneingeschränkt möglich. Denn ab sofort sind E-Autos an Bord von einigen Fähren, die auf der berühmten Postschiffroute unterwegs sind strikt verboten. 

Winter in Skandinavien von oben in 4k mit der Drone

Es ist nun fast genau ein Jahr her das ich die Aufnahmen unter teils widrigen Wetterbedingungen mit der Drohne gedreht habe. Kälte um die minus 26 Grad, Wind mit teilweise über 80km/h auf den Hochebenen Norwegens und Schneestürme aber auch traumhafte Sonnenaufgänge haben mich begleitet. Jetzt noch einmal 3 Minuten neu aufbereitet. 

 

Geflogen und gefilmt mit DJI Mavic Pro, 3 wechselweisen Akkus und guten Handschuhen. 

Ausführliche Erfahrungen über das fliegen und filmen bei extremer Kälte findet Ihr HIER  https://offdoor.blogspot.com/2018/01/mit-der-drohne-fliegen-und.html 

Russland von oben (2/3) Sibirien und die weite Wildnis

Sibirien ist für manche ein Sehnsuchtsort, geprägt von weiter Wildnis, für andere ist es verbunden mit Schmerz und Zwangsarbeit. Die zweite Folge zeigt sibirische Superlative und begleitet die Transsibirische Eisenbahn aus der Vogelperspektive.

Für alle, die wie ich schon einmal überlegt haben, als Overlander nach Russland zu reisen kann ich diese hervorragende Dokumentation nur empfehlen. Es macht Appetit auch auf einige Städte. 

Arctic Discovery - Im Winter über den Polarkreis bis zum Nordkap.

Trailer zum Film und Reisebericht "Arctic Discovery". Film geplant für März/April 2017 



Willkommen am Polarkreis, Eine Landschaft die Dich mit Frost empfängt statt mit wärmenden Sonnenstrahlen. Wo der Tag nur wenige Stunden dauert und die Nacht Monate. Wo die Natur gefroren ist und Deine Gedanken sie auftauen muss. Du musst frieren um zu sehen aus welchem Holz Du wirklich geschnitzt bist. Wo Du an Grenzen gehen musst um Dein Ziel zu erreichen. Dem Sturm und der Kälte trotzen. Du musst auf Deine Technik vertrauen, wo Polarlichter und Rentiere Dich empfangen. Einmal im arktischen Winter angekommen, bleibt Dein Herz dort und du hörst es in der Stille der Polarnacht pochen.

Polarkreis bei Överkalix, Schweden am 06.01.2017
Jürgen W. Schmidt, Unternehmensberater, Outdoor und Offroad Experte ist wieder zurück von seiner Extremtour in die Polarnacht über Lappland bis ans Eismeer, zum Ende Europas. Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen bis zum nördlichsten Punkt, dem Nordkap. Und nicht in der üblichen Reisezeit der Wohnmobilisten im Sommer, sondern bei eisigen Temperaturen im Januar.

Sein Ziel: Lappland und Silvester am Nordkap mit Polarlichtern. Sein Fazit:

Bei Wind, Regen und sonne am Skagerrak

Zur gesamten Diashow geht es HIER
An einem September-Wochen-ende hatte es mich entgegen meinen sonstigen Reisen in die Westalpen, wieder mal in den Norden getrieben. Nach meiner Tour an Ostern Richtung Nordcap hatte ich Gefallen an den nördlichen Regionen gefunden und die Neugier trieb mich zu meinem nächsten Ziel. dem äußersten Zipfel von Dänemark, Skagen

Lange, im September einsame Strände die teils regulär mit dem Auto befahrbar sind wurden vom schnellen Wechsel zwischen Platzregen, Sonnenschein und Sturm in ein teils unwirkliches Licht gerückt. - Die Stille dort (abgesehen von brausen des Windes) bläst einem allen Berufsstress wieder aus dem Gehirn.  Zur gesamten Diashow mit ausgewählten Bildern geht es HIER (es sind 2-3 Bilder dabei die nicht von Skagen sondern dem Wog dorthin stammen)