Ich bin Castor. 17 Monate alt. Zu viel Energie für Wohnzimmer, zu viel Herz für Leine.
Dann kam die Wüste. Kein Asphalt. Kein “Sitz”. Kein “Bleib”. Nur Sand.Und ich sag dir was: Sand ist kein Boden. Sand ist ein Versprechen.
Er rutscht unter den Pfoten wie ein schlechter Plan, fliegt mir ins Gesicht wie ein verdammter Traum, und ich… ich raste aus.
Nicht so halb. Nicht geschniegelt.
Ich meine richtig. Ich renne. Ich beiße den Wind. Ich jage nichts und alles gleichzeitig.
Die Menschen nennen es “spielen”. Ich nenn es: endlich leben.
Jeder Schritt versinkt, aber ich auch ein bisschen.
Und das ist gut so.
Hier draußen fragt dich keiner, ob du brav bist. Hier draußen zählt nur, ob du noch rennst. Ich belle die Sonne an. Sie gewinnt immer.
Ist mir egal.
Ich hab Sand im Maul,
Sand in den Augen,
Sand im verdammten Herzen.
Und weißt du was?
Ich würde es wieder tun. Immer wieder.
Weil ich Castor bin.
Und die Wüste… die gehört mir.
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