Gibt es in Mauretanien Schakale oder sind das Wölfe?

In manchem Offroad Büchlein wird in Mauretanien von Schakalen geredet. Aber es gibt in Mauretanien keine Schakale. 
Denn es sind genetisch gesehen Afrikanische Goldwölfe.
Warum manche sie immer noch „Schakale“ nennen und was der Unterschied ist:
1. Die wissenschaftliche Korrektur:
Lange Zeit dachte man, dass der in Mauretanien heimische Canide der Goldschakal (Canis aureus) sei, den man auch aus Südosteuropa oder Asien kennt.
Doch im Jahr 2015 haben umfassende DNA-Analysen gezeigt, dass die afrikanischen Populationen genetisch viel enger mit dem Grauwolf verwandt sind als mit den echten Goldschakalen Eurasiens. Daraufhin wurden sie als eigene Art neu klassifiziert: der Afrikanische Goldwolf (Canis lupaster).

2. Warum die Verwirrung?
Dass viele Menschen (auch Einheimische und Reiseführer) weiterhin von „Schakalen“ sprechen, hat simple Gründe:
* Konvergente Evolution: Der Goldwolf sieht dem Goldschakal verblüffend ähnlich. Da beide in ähnlichen Lebensräumen (Halbwüsten, Savannen) jagen, haben sie fast identische Körperbauformen und Fellfarben entwickelt.
* Sprachgebrauch: Der Begriff „Schakal“ ist tief verwurzelt. Im Arabischen oder in lokalen Dialekten gibt es oft keinen spezifischen Begriff, der zwischen „Wolf“ und „Schakal“ in unserem biologischen Sinne unterscheidet.
3. Was lebt sonst noch in Mauretanien?
Neben dem Goldwolf gibt es in Mauretanien noch andere hundeartige Tiere, die man verwechseln könnte:

* Fenneks (Wüstenfüchse): Viel kleiner, mit den charakteristischen riesigen Ohren, meist tief in der Sahara zu finden.
* Rüppellfüchse: Ebenfalls kleiner als der Goldwolf und eher sandfarben.
Zusammenfassend: Wenn du in Mauretanien ein Tier siehst, das wie ein Schakal aussieht, blickst du höchstwahrscheinlich in das Gesicht eines Afrikanischen Goldwolfs. Er ist gewissermaßen ein Wolf im Schakalpelz.

Aber ich, Castor, könnte es auch sein 🤣🤣🤣

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