30.08.2025

Der Tod meiner Drohne - Tanz auf dem Vulkan

 

Manchmal verwechselst du Mut mit Dummheit. 
Vayots Sar, Armenien. Ein Vulkan, kahl wie ein abgetretener Stiefel, und oben drauf der Wind – nicht Wind wie du ihn kennst, sondern ein gottverdammter Vorschlaghammer, der dir die Luft aus den Lungen prügelt. 

Ich dachte, ich wäre schlauer, härter, kontrollierter. Ich dachte, die Drohne tanzt nach meiner Pfeife. Falsch gedacht. 

22.08.2025

„Auge der Sahara“ eines der nächsten Ziele?

Guelb er Richat – Die „Auge der Sahara“-Struktur 

https://de.wikipedia.org/wiki/Guelb_er_Richat

Die Richat-Struktur, auch bekannt als Guelb er Richat oder poetisch als das „Auge der Sahara“, ist eines der spektakulärsten und zugleich rätselhaftesten Naturphänomene Nordafrikas. Versteckt im endlosen Sand- und Steinmeer der mauretanischen Sahara, erhebt sich dieses gigantische kreisförmige Gebilde aus der Landschaft wie eine Botschaft von einem anderen Planeten. Für Reisende, die den Mut haben, abseits der üblichen Pfade unterwegs zu sein, ist es eines der eindrucksvollsten Ziele, die Westafrika zu bieten hat.

Die Richat-Struktur liegt im Adrar-Plateau in Zentralmauretanien, nahe der kleinen Oasenstadt Ouadane, rund 500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nouakchott.

Lappland – durch den Dreck, den Wald, die Stille Teil 4 4K


Am Ende waren wir da, wo die Straßen aufhören und die Wildnis beginnt. Lappland – Schweden von seiner ehrlichsten Seite. Keine Touristenpostkarten, kein Hochglanz. Nur Wälder, Seen, Sümpfe, Rentierherden, die ohne Eile über den Weg ziehen, und ein Himmel, der nachts nicht mehr dunkel wird. Wir haben einen Shortcut genommen, 100 Kilometer quer durch Wald und Forst. Kein Navi, nur alte Sami-Pfade, die schon vor Jahrhunderten genutzt wurden. Wege voller Schlaglöcher, Matsch und Steine, die das Fahrwerk an seine Grenzen gebracht haben. Aber genau das war der Punkt: raus aus dem Bekannten, rein ins Ungewisse.

20.08.2025

Georgien Teil 3 - Dreck, Felsen, Geröll und geiler Wein

Der Abano Pass. 38 Kilometer Dreck, Felsen, Geröll – und dann Schluss. Schnee, massiver Schnee, der dir wie ein kalter Mittelfinger ins Gesicht schlägt. Da stehst du mit deinem Bock, Motor heiß, Herz noch heißer, und alles sagt dir: weiter geht’s nicht, Junge. Ende. Zurück ins Tal.

Aber scheiß drauf. Georgien ist ein Land, das dir die Knochen bricht und sie gleichzeitig mit Wein wieder zusammenklebt. Der Wein – dunkel, süß, rau wie eine Kneipe kurz vor der Schlägerei. Einer dieser Tropfen, die dich glauben lassen, die Welt sei gar nicht so kaputt. Und die Landschaft – verdammt, die haut dir ins Hirn wie eine Albanien-Kopie, nur weiter weg. Dieselben wilden Berge, dieselben schmalen Wege, dieselben Menschen, die lachen, trinken und dich einladen, als wärst du seit Jahren verschollen. Nur dass hier alles noch ein Stück roher, ein Stück unnahbarer ist.

19.08.2025

Armenien. Ein Land, das nach Staub schmeckt und nach Wein riecht. Die Straßen voller Schlaglöcher, die Herzen der Menschen aber weich wie frischgebackenes Brot. Wir haben uns hochgeschleppt zum Mount Azahak, einem alten Vulkan, der schon lange keinen Bock mehr auf Feuer hat – aber trotzdem noch so da steht, als würde er die Welt beherrschen.

Du gehst da hoch, atmest dünne Luft, und alles in dir schreit: „Was zum Teufel machst du hier?“ Und dann blickst du runter – über Täler, Steine, Schafherden, uralte Wege – und du weißt, genau das ist der verdammte Grund.

Armenien hat mich überrascht. Nicht nur mit seinen Weinen, die dir den Kopf verdrehen, oder mit dem Cognac, der dir den Bauch wärmt. Sondern mit dieser Gastfreundschaft, die dich mitten ins Herz trifft. Fremde, die dir den letzten Teller Essen hinstellen, als wärst du Familie.

Und über allem der Ararat. Dieser Berg, den die Armenier sehen, aber nicht mehr haben. Wie eine alte Liebe, die dir für immer genommen wurde – und trotzdem nicht aus deinem Kopf verschwindet.

Dies ist kein Video über Tourismus. Es ist ein Stück Wahnsinn, ein Vulkan, der schläft, und ein Land, das wach ist.

18.08.2025

Castor`s Little Trip of Live - Von Zentralasien bis Lappland Teil 1 - 4.500 km Russland

Von den staubigen Straßen Russlands bis hoch zum Polarkreis in Lappland.

Eine Reise über Kontinente, durch endlose Steppen, raue Gebirge, einsame Wälder und eisige Küsten.

Teil 1 - 4.500 km Russland
Mit dem Isuzu D-Max und Geocamper – und natürlich Castor, meinem vierbeinigen Reisegefährten – ging es quer durch Europa und Asien: Russland, Georgien, Armenien, Zentralasien, Skandinavien und zurück. (Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Armenien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Deutschland, Belgien. Luxembourg, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen) Erlebt atemberaubende Landschaften, spontane Begegnungen, wilde Offroad-Pisten, Grenzübertritte, die nach Abenteuer riechen – und den Norden Lapplands, wo der Wind Geschichten flüstert und das Licht niemals schläft.

16.08.2025

Impressionen aus Armenien – zwischen Staub, Bergen und ein bisschen Wahnsinn

Armenien ist kein Land, das man sich schöntrinkt. Es haut dir die Wahrheit direkt ins Gesicht. Berge, karg und wild, Straßen, die mehr Löcher als Asphalt sind, und Dörfer, die aussehen, als wären sie aus einer anderen Zeit herausgefallen. Und genau deshalb bleibt es hängen.

Wir sind in Russland nicht durch sterile Industriegebiete gefahren – wir sind durch Millionenstädte wie Samara und Wolgograd gerollt, haben endlose Felder und Dörfer entlang der kasachischen Grenze hinter uns gelassen, und dann stand da plötzlich, nach Georgien, Armenien, rau, ehrlich, ungeschönt.

In Areni, dem kleinen Weindorf, wo der Staub klebt wie ein alter Mantel, stand dieses eine Schild am Ortseingang. Ich schwöre, das haben sie extra hingestellt, weil sie wussten, dass der Alte und ich, Castor, hier aufkreuzen. Der Alte grinste, ich schnüffelte, und der Gedanke blieb: manchmal schreibt dir ein Land seine eigenen Witze, du musst sie nur lesen.

Und dann war da dieser verdammte Hügel bei Geghard, wo das Wasser den Berg hinaufläuft. Esoteriker faseln was von Energiefeldern und kosmischen Kräften. Mein Gehirn sagt: Blödsinn. Das Wasser läuft da hoch, weil es eben Bock drauf hat. Punkt. Armenien eben – widersprüchlich, trotzig, wie ein Hund, der nicht an der Leine gehen will.

15.08.2025

IMPRESSIONEN aus Russland - 4.500 km Wladikawkas - Astrachan - Wolgograd - Mashtakovo - Samara - Wladikawkas

Castor, der Overlander-Hund sammelt seine Gedanken: Der Alte hat gesagt: „Wir fahren nach Russland.“

Ich dachte nur: Klingt nach verdammt viel Straße und noch mehr Geschichten, die keiner glaubt, bis er sie selbst riecht.
4.500 Kilometer. Millionenstädte wie Samara und Wolgograd – keine verrosteten Lada-Wracks, sondern blitzende SUVs und Limousinen, so sauber, dass du dich drin rasieren könntest.
Supermärkte, vollgestopft bis oben hin –
alles da, was es bei uns auch gibt. Nur die Preise bei der Kasse haben nicht versucht, dich umzubringen.
Und dann das Land dazwischen:
Felder bis zum Horizont, Sonnen- und Monblumen wie Soldaten in Reih und Glied, Weizen, der im Wind flüstert, und Straßen, die manchmal singen und manchmal schreien, wenn der Asphalt alt wird.

Wir sind durch Tschetschenien und dann entlang der Grenze zu Kasachstan und der Wolga gekrochen, danach quer durch Russland nach Nord-Ossetien-Alanien, immer weiter, bis die Tankuhr nervös wurde.
Die Leute?
Offen, neugierig, manche still, manche mit einem Lächeln, das wie ein Schluck klarer Wodka ist – brennt erst, wärmt dann.
Ich hab meinen Kopf aus dem Fenster gesteckt, die Welt gefressen mit Nase und Augen, und irgendwann gemerkt:

08.08.2025

116 Tage – 30.000 Kilometer – 21 Länder von Russland zum Polarkreis in Lappland

Von den staubigen Straßen Russlands bis hoch zum Polarkreis in Lappland. Eine Reise über Kontinente, durch endlose Steppen, raue Gebirge, einsame Wälder und eisige Küsten. Mit dem Isuzu D-Max und Geocamper – und natürlich Castor, meinem vierbeinigen Reisegefährten – ging es quer durch Europa und Asien: Russland, Georgien, Armenien, Zentralasien, Skandinavien und zurück. (Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Armenien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Deutschland, Belgien. Luxembourg, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen) Erlebt atemberaubende Landschaften, spontane Begegnungen, wilde Offroad-Pisten, Grenzübertritte, die nach Abenteuer riechen – und den Norden Lapplands, wo der Wind Geschichten flüstert und das Licht niemals schläft. ➡️ 116 Tage pure Freiheit. Keine Hotels, kein Plan B – nur Straße, Natur und das Hier und Jetzt. 📌 Mehr Videos, Bilder und Informationen zu dieser Reise folgen in den nächsten Wochen – bleibt dran, abonniert den Kanal und verpasst nichts! #Overlanding #Lappland #OffroadAdventure #Vanlife #IsuzuDMAX #Geocamper #ReisenMitHund #AbenteuerReise #PamirHighway #Russland #Skandinavien #OverlandTravel #TravelWithDog #OffroadLife #Wildnis

07.08.2025

Ich schwöre dir, die wussten, dass wir kommen.

Der Alte und ich – wir rollen in die Stadt wie zwei Flaschen billigen Rotweins, kurz vorm Bersten. Areni in Armenien. Heimat der Reben, der schiefen Blicke und offenbar auch der kriechenden Besoffenen. Und da steht es. Gelb, knallgelb wie ein Nikotingebiss nach vier Tagen Festival – das Schild.

„Beware – Drunken People Crossing.“

Ein Strichmännchen auf allen Vieren mit einer Flasche in der Hand. Ich mein, wer zur Hölle hat das genehmigt? Ein Beamter mit Restalkohol im Hirn und einem Kater, der ihm die Eingeweide rückwärts rauszieht?

Der Alte lachte. So ein Lachen, das klingt, als hätte er früher in einem Bordell Klaviersaiten mit den Zähnen gestimmt.
„Sie wissen eben, dass ich komme“, hat er gesagt und mich angeguckt, als wär ich sein verdammter Navigator durch das Chaos dieser Welt.

Ich hab nur geschnüffelt. Moos gab’s keins. Nur trockene Erde, Traubenreste und der Duft von Männern, die ihren letzten Stolz in einer Flasche Areni-Wein ersäuft haben.

Ich bin Castor. Der Hund, der das Schild verstanden hat. Und vielleicht auch ein bisschen die Menschen. Zumindest die auf allen Vieren.

Und wer mehr über die Weinkultur in Armenien wissen möchte, liest den Artikel von Alten HIERhttps://offdoor.blogspot.com/2025/05/armenien-wo-der-wein-das-leben-kennt.html 

— Castor’s little trip of life
📍 Areni, Armenien
🐾 @offdoor.blog | polarsteps.com/JWSmith



Castor und das Wasser, das den Berg hoch piss... äh, fließt

Wir standen irgendwo einige Kilometer hinter diesem alten, in den Fels gehauenen Kloster Geghard in Armenien. Heilige Mauern, heiliger Boden, heilige Touristen mit Selfiesticks, die glauben, Spiritualität in ihrer iCloud sichern zu können.

Und ich? Ich bin Castor. Ich scheiß auf Klöster. Ich schnüffle lieber an alten Autoreifen und pinkle an spirituelle Säulen, wenn’s sein muss.

Aber dann passiert’s. Einige Kilometer weiter. Der Alte kippt seine halbleere Wasserflasche aus. Und ich schwöre dir bei allen geklauten Knochen dieser Welt:
Das Wasser fließt bergauf.

Nicht schräg. Nicht zur Seite. Nicht so „vielleicht sieht es nur so aus“.
Nein, verdammt nochmal. Aufwärts. Gegen den verdammten Hang.

Der Alte schaut runter wie ein Papst, der gerade entdeckt, dass sein Weihwasser nach Gin riecht.
„Siehst du das, Castor?“ fragt er, während er mit glasigen Augen dem aufsteigenden Wasser zuschaut.
Ich nicke. Ich mein, klar seh ich’s.
Ich bin ein Hund. Ich hab vier Beine und besseres Gleichgewicht als die halbe Esoteriker-Brigade dort am Kloster-Parkplatz.

Dann kommt so ein deutscher Biolehrer mit Trekkinghut und Shorts, die zu viel Bein zeigen.
„Das ist nur eine optische Täuschung“, sagt er. Er zeigt mit seinem fleischigen Finger auf den Horizont, auf Hügel, auf Linien, als ob er gerade Galileo Galilei wäre.

31.07.2025

Warum ich von Mud-Terrain- zurück auf All-Terrain-Reifen gewechselt bin

… und warum ich mich diesmal für den Radar Renegade AT5 entschieden habe

Der Gedanke ist verlockend: brachiale M/T-Reifen, die aussehen wie aus einer Apokalypse-Werbung und sich angeblich durch alles fressen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und ich gebe es zu: Auch ich bin ihnen eine Zeit lang gefolgt – Matsch, Geröll, Sand, Abenteuer. Doch irgendwann stellt sich die Frage: Wie viel davon ist wirklich nötig, und wie viel nur mitschleppen der Unannehmlichkeiten?

45.000 Kilometer M/T – und das Ende einer Illusion


Ich hab's durchgezogen. 31 Länder, unzählige Strecken. 45.000 Kilometer mit den Cooper Discoverer STT Pro. Und ich wollte glauben, dass sie die Antwort sind – auf alles da draußen, was sich Reifen nennt.

25.07.2025

Warum das Leben mit dem Alten so geil ist

Jetzt haben wir in über 100 Tagen fast 30.000 Kilometer runter gerissen und viele Hunde haben mich gefragt warum ich mit dem Trottel so viel herumfahre. 


Weißt du, ich war schon fast weg vom Fenster. Ungarn, Tötungsstation, Zwingerhölle. Kein Gras, kein Blick nach draußen, nur Gitter und Angst. Und dann kam er, der Alte. Ein bisschen verrückt vielleicht, so wie ein Typ, der morgens mit Kaffee redet und abends den Mond anschreit, weil erihm nicht antwortet. Aber er hat mich rausgeholt. Seitdem sind wir unterwegs. Ohne Ziel. Und genau deshalb ist jeder Tag der beste meines Lebens.

Mit dem Alten ist alles anders. Da gibt’s keine Regeln wie „sitz“ oder „bleib“ oder „geh da runter“. Höchstens mal ein „Nicht dein Ernst, Castor“, wenn ich wieder in was Altes, Verrottetes reingesprungen bin, was stinkt wie der Atem von nem toten Elch. Aber meistens lacht er dann. Manchmal flucht er, aber selbst das klingt nach Freiheit.

Jeder Tag bringt was Neues. Neue Gerüche –

27.06.2025

Campingidylle mit Fäkalienmanagement

Der Alte sagt, das hier sei „Luxuscamping“. Ich sag dir: Das ist der Ort, an dem die Spontanität stirbt und mit Sagrotan einbalsamiert wird. 

Die letzte Vorhölle vor dem betreuten Wohnen.

Hier stehen sie alle, in Reih und Glied, wie die Zähne einer schlecht geputzten Zahnprothese: Die rollenden Einbauküchen mit Stromanschluss und Himmelbett.

Weiße Kisten, Weißware, Joghurtbecher, rollende Albträume auf Alufelgen. Deutsche, Österreicher, Polen. Alle sterilisiert, dreifach geimpft.

17.06.2025

Griechenland. Verboten. Vergessen. Vorbei.

Ein Kapitel aus: „Castor – eine kleine Lebensreise.“

Erzählt von einem Hund, der mehr sieht als man denkt.

Wir standen irgendwo in der westlichen Türkei an den Dardanellen. Hinter uns lagen staubige Straßen, vor uns die Ahnung von Europa. Ich döste auf dem Beifahrersitz, während der Alte auf sein Handy starrte wie auf eine Todesanzeige.
Seine Lippen bewegten sich, aber da kam kein Ton raus. Nur dieser Blick.

10.06.2025

Langzeitreisen – Die ungeschönte Wahrheit - Oder: Wenn Freiheit nach nassem Hund, Mückenspray und schlechtem Wasser schmeckt

Du hast es getan. Du bist ausgebrochen. Raus aus der Tretmühle. Rein in die Freiheit. Rein ins Abenteuer.

Du fährst, du lebst, du atmest – und du schwitzt. Und fluchst. Und kratzt dich. Und hast Durchfall.
Denn was auf Instagram aussieht wie ein Werbespot für Outdoor-Glückseligkeit, ist in Wirklichkeit ein epischer Ritt durch Sand, Schweiß, Mücken und Misstrauen.

Dieser Post ist für all jene, die glauben, dass Overlanding einfach nur eine hübsche Drohne und ein Espressokocher auf dem Dachzelt ist.
Und für die, die schon lange unterwegs sind – und heimlich beim Lesen nicken werden.

04.06.2025

Armenien – Staub, Stein und Wein

Armenien. Verdammt, was für ein Land. Ich hatte ja einiges erwartet – kahle Berge, ein paar alte Steine, vielleicht ein Glas schlechter Schnaps am Straßenrand. Aber was ich bekommen habe, war ein Schlag mitten in die Fresse der Erwartungen.



Es waren nur 2 Wochen aber mit der Intensität von 2 Monaten.

Schon bei der Einfahrt über die Grenze wurde klar: Das hier ist kein zweites Georgien. Es ist besser. Keine herumlungernden Plastiktüten, kein Theater. Stattdessen: Stille. Weite. Und Menschen, die dir in die Augen schauen, als wollten sie dir nichts verkaufen, sondern einfach nur wissen, wie’s dir geht. Unglaublich, aber wahr.

02.06.2025

Somewhere between Steinen, Schnee und Donner – GeSCHEITERt am Mount Azhdahak

Der Alte hat heute wieder eine dieser genialen Wahnsinnsideen gehabt. "Wir kürzen ab", hat er gesagt. "Direkter Weg zum See am Vulkan vorbei. Mount Azhdahak 3795m hoch.  Vulkan", hat er gesagt. Zwanzig Kilometer Luftlinie. Vielleicht. Wenn man Flügel hat. Oder ein verdammter Vogel ist. Wir sind keine Vögel. Wir sind ein alter Mann mit einem fitten Hund und einem pickelharten Pick-up auf Allrad und Hoffnung.



https://youtube.com/watch?v=r1BIAa9Xuuk&si=x9UrRh_-zuVjup_n

Der Azhdahak stand da wie ein stummer Gott aus grauem Stein, seine Flanken noch verschneit, selbst Ende Mai. Wir wollten ihm zu Füßen liegen, den Drachenberg riechen, seinen Atem spüren. Und dann kam der Schnee. Erst eine Verwehung – wir drüber. Dann noch eine – wir umfahren durchs Vulkangeröll. Dann die dritte: ein Grab für Pick-ups. Der Alte steigt aus, flucht in drei Sprachen, schaut auf die Karte, flucht wieder, schnauft wie ein alter Diesel. Dann zieht er die Reißleine. Umkehren. Man muss wissen, wann der Berg gewonnen hat. Heute war er stärker.

01.06.2025

Camping-Highlight am Sewansee: Armenian Camp bei Artanish, Armenien

Wenn man monatelang mit dem eigenen Offroader durch den Kaukasus und halb Osteuropa holpert, wird man genügsam. Eine halbwegs gerade Fläche, keine Müllhalde, vielleicht noch eine funktionierende Dusche – schon ist man glücklich. Und dann kommt man zum Armenian Camp beim Ort Artanish am Sewansee und fragt sich: Bin ich noch in Armenien oder schon im Camping-Resort-Paradies?

31.05.2025

"Der Ararat, der Schnaps und das große Verlieren – ein Blick aus der Ferne"

Du starrst den ganzen Tag auf diesen gottverdammten Berg. Majestätisch, schneebedeckt, 5137 Meter Arroganz. Ararat.

Der heilige Berg der Armenier, wo Noah angeblich seinen Suffkahn nach der Sintflut an Land zog.

Aber wenn du heute auf der Karte nachsiehst – Überraschung: Türkei.






Du fragst dich irgendwann, mitten im warmen Staub, warum der verdammte Ararat nicht mehr zu Armenien gehört.

Warum steht das Wahrzeichen eines ganzen Volkes heute auf fremdem Boden? Warum steht der Glaube auf der falschen Seite der Grenze?

Die Antwort liegt wie immer im Schmutz der Geschichte.