Warum ich auf meinen Reisen Militärkleidung und Ausrüstung nutze

Mein Regenanzug der belgischen Armee
Ich habe nie verstanden, warum Menschen tausend Euro für irgendwelche bunten Outdoorjacken ausgeben, die aussehen, als wären sie für einen Spaziergang zwischen Cappuccino und Instagram gemacht worden. Wenn du irgendwo in Lappland im Regen stehst, auf einer Piste in Zentralasien die Achsen knacken hörst oder in Mauretanien im Sandsturm aus dem Auto steigst und dir der Sand aus sämtlichen Körperöffnungen rieselt, dann interessiert es keine Sau, ob dein Zeug gerade die Farbe der Saison hat.

Es muss funktionieren. Immer. Mehr nicht. Deshalb besteht ein Großteil meiner Ausrüstung aus militärischem Zeug. (Artikel enthält Werbelinks zu Herstellern und Amazon)

Die belgische Armee hat, wie viele andere Armeen auch ein paar verdammt gute Gore-Tex-Jacken gebaut. Die Bundeswehr ebenfalls. Irgendwann landen die Dinger in irgendwelchen Depots. Meistens kaum getragen. Und für einen Preis, bei dem jeder Outdoorladen Schnappatmung bekommt.

Heutige Produkte und Ausrüstungsgegenstände die für das Militär entwickelt wurden haben in der Regel einen extrem hohen Standard und eine Robustheit die ein ziviles Produkt nur selten erreichen kann. Als ehemaliger Soldat weiß ich auch, wie solche Beschaffung getestet werden. 

Und wenn ich etwas Leichtes brauche, das kaum Platz wegnimmt, kommt die UF PRO-Regenjacke mit. Neu gekauft. Weil man manchmal auch ein bisschen Luxus vertragen kann. Alt werden heißt schließlich nicht, vernünftig werden.

Meine Hosen sind praktisch alle von UF PRO. Weil sie halten. Ich habe aufgehört, Dinge zu kaufen, die nicht halten. Das Leben ist zu kurz für schlechte Schuhe, schlechte Reifen und schlechte Hosen. Neben der Robustheit zählt allerdings auch die Funktionalität. So hat UFPRO zum Beispiel auch eine Hose im Programm, die speziell für heiße Regionen ausgelegt ist. 

Und bei den Schuhen Haix oder Mil-Tec? Je nachdem. Sie haben Schlamm gefressen, Staub geschluckt und sind durch Dinge gelaufen, die auf Google Maps nicht einmal einen Namen haben. Der Wind spielt mit dem Rauch vom Feuer. Und irgendwo da draußen wartet die nächste Piste.

Vielleicht Regen. Vielleicht Schlamm. Vielleicht Wüste. Vielleicht nur weitere dreihundert Kilometer Einsamkeit. Aber genau dafür ist das Zeug gemacht. Für diese Tage, an denen du morgens in nasse Stiefel steigst, die Tür zuschlägst, den Motor startest und denkst: Scheiß drauf.

Ich habe 4 Paar Schuhe (abgesehen von Flip Flops) dabei: 1x luftdurchlässige Halbschuhe Mil-Tec - Squad 2,5'' Schuhe - Coyote Brown Perfekt für alle Wetterlagen für lange Autofahrten oder in urbanen Regionen. 

Für Heiße Tage in Wüstenregionen oder Steppe bevorzuge höhere Stiefel da ich eine leichte "Phobie" vor Giftschlangen habe, die nicht flüchten. Dort trage ich die  Mil-Tec - Two Zip Taktische Schuhe - Coyote da sie extrem atmungsaktiv sind, sehr leicht und bequem, einen flexiblen Schaft haben, mit dem man gut Auto fahren kann und 2 Zipper für sehr schnelles und bequemes an- und ausziehen. Achtet bei heißen Regionen darauf das eure Schuhe KEINE wasserdichte Membran haben, denn das wirkt wie eine Plastiktüte. Aufgrund des Preis- Leistungsverhältnissen nutze ich hierbei auch Semi-Professionelle Ausrüstung. 

Im Sommer trage ich in allen Schuhen, besonders an heißen Tagen die CoolMax Socken.

Originalbild von UFPRO (von mir mit KI bearbeitet)


Wird es nass und matschig trage ich meine HAIX Scout 3.0  Ein verdammter Stiefel, das ist alles. HAIX Scout 3.0, Gore-Tex, der das Wasser abhält, während die Welt draußen im Schlamm ertrinkt.

Die Vibram-Sohle beißt sich fest im Dreck, wo alles andere längst rutscht, und der Knöchel bricht nicht, auch wenn man schon halb tot ist. Es ist kein verdammter Tanzschuh, es ist ein Schuh zum Überleben.

Und beinahe noch vergessen meine Nr 4 die Neopren Gummistiefel von Muck Boots wenn der Dreck oder das Wasser mal bis über die Waden geht. 













meine Helikon-Tex Jacke 

Bei den Jacken schwöre ich auf Carinthia und Helikon-Tex. Die Dinger haben mich schon an Lagerfeuern in Lappland warm gehalten, als der Wind vom See herüberkam und alles nach kalter Erde, Holzrauch und Freiheit roch.

Carinthia insbesondere wenn es um echte Kälte geht, denn da sind sie unschlagbar. Wenn es auf meinen Polartouren mal richtig kalt wird, damit meine ich unter -30 Grad, dann ziehe ich die ECIG 4.0 an. Darüber wäre ich ansonsten nassgeschwitzt :-) 

Warum die Carinthia ECIG 4.0

Meine Carinthia ECIG macht sich auch im Business gut
Das Teil ist keine Jacke. Es ist ein tragbares Einfamilienhaus aus der Kältekammer. Carinthia baut diese Dinger ja eigentlich für die Arktis – oder für Leute, die bei minus 30 Grad noch der Meinung sind, ein kleiner Spaziergang würde gut tun. Wenn du die ECIG 4.0 überstreifst, verab-schiedest du dich offiziell aus der Welt der Frierenden und betrittst die Zone der absoluten Unverwundbarkeit.

Sie ist nicht sonderlich grazil. Du siehst darin aus wie ein gut gepanzerter Grenadier auf Urlaub, und ein Schlankmacher ist der Schnitt sicher nicht. Aber wer braucht schon eine Taille, wenn er Gore-Windstopper und eine Füllung hat, die selbst dem kältesten Nordwind schlichtweg den Mittelfinger zeigt?

Ein paar Fakten aus dem Überlebensalltag: Taschen für ein halbes Leben: Wenn du meinst, du hast alle Taschen gefunden, entdeckst du am nächsten Tag garantiert noch zwei. Hier passt vom Funkgerät bis zur halben Flasche Hochprozentigem alles rein, ohne dass es aufträgt. Robust wie eine Panzerkette: Äste, Felsen, scharfe Kanten? Die ECIG schaut dich nur müde an und fragt: „War da was?“ Bei Temperaturen, in denen normale Menschen anfangen zu beten, drehst du erst den Kragen hoch und genießt die Aussicht.

Und bei Schlafsäcken ist Carinthia nun mal der Knaller. Ich nutze den Defence 4 bis -15 Grad Aber wer will bekommt bei Carinthia auch den D1200X bis - 38 Grad





ABER: Es muss nicht immer teuer und das Beste sein, es geht auch mit wenig Mitteln.

Dass echtes Abenteuer und gelungene Offroad- oder Campingtrips nicht von sündhaft teurem High-End-Equipment abhängen, habe ich schon in meinem Beitrag Einfach Campen mit Wenig Mitteln: Schlafen im Auto und Minimalismus auf Reisen aufgegriffen.

In dem Artikel geht es vor allem um Minimalismus und die Freiheit, einfach loszufahren:

  • Schlafen im eigenen Auto: Statt teurem Dachzelt oder Wohnmobil reichen oft schon eine Matratze im Kofferraum, einfache Fensterabdeckungen und ein warmer Schlafsack.

  • Reduzierte Ausrüstung: Ein einfacher Gaskocher, Besteck aus der eigenen Küche, eine Stirnlampe und eine schlichte Baumarktplane als Tarp genügen völlig.

  • Mehr Fokus auf das Erlebnis: Wer mit weniger Gepäck und geringerem Budget unterwegs ist, reist unkomplizierter, flexibler und oft viel intensiver.

Man braucht definitiv nicht immer das teuerste Equipment – oft sind es gerade die simplen Mittel und die unkomplizierten Touren, die am längsten in Erinnerung bleiben. Siehe HIER https://offdoor.blogspot.com/2024/10/einfach-campen-mit-wenig-mitteln.html#more 

In den letzten Jahren hatte ich hier auch immer mal wieder dazu geschrieben. Hier die Links: 

https://offdoor.blogspot.com/2018/11/der-winter-kommt-schutze-dich-gegen.html#more

https://offdoor.blogspot.com/2018/01/wintertest-update.html

https://offdoor.blogspot.com/search?q=ufpro

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