Ein Auto nicht nur für den "Weltuntergang"!

Jeep Wrangler Quelle: www.4wheelfun.de
Es muss ja nicht unbedingt gleich ein Weltuntergang sein, denn der fällt in seiner ultimativen Form ja sowieso aus. 
Verstopfte Autobahnen und Hauptstraßen nach einem flächendeckenden Stromausfall oder einem plötzlichen EuroCrash reichen aus, um die Möglichkeit besitzen zu müssen, asphaltierte Wege verlassen zu können um entweder nach Hause zu kommen oder seinen sorgfältig geplanten Fluchtort sicher zu erreichen. Vielleicht aber auch einfach um auch seinen Spaß abseits gepflasterter Fußgängerzonen zu haben.

4wheelfun.de schreibt;  Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche – wer mit diesem Jeep unterwegs ist, den kostet so etwas nur ein müdes Lächeln. Der Wrangler J8 kommt durch, garantiert. Nein, Eisdiele oder Disco  sind garantiert die letzten Ecken, an denen man diesen Jeep antreffen wird. Anders als bei manchen seiner Artgenossen ist alles an ihm Funktion und rein gar nichts Show. Muss an den Genen liegen: Denn sein Geburtsort liegt nicht wie bei seinen zivilen Brüdern in Toledo/Ohio, sondern in Kairo/Ägypten. Gebaut wird er bei „Arab American Vehicles“, einem Joint-Venture zwischen dem staatlichen ägyptischen Rüstungskonzern AOI und Chrysler. 
Der Jeep Wrangler J8, so sein offizieller Name, tritt damit die legitime Nachfolge des Ur-Willys an, denn konzipiert ist auch er als reines Armeefahrzeug. Dass es ihn auf diversen Umwegen schließlich ins unterfränkische Kulmbach verschlug, ist eine der Kuriositäten unserer Zeit. Ein lmporteur hatte vergeblich auf gute Militärgeschäfte gehofft und den Vorführjeep nach ausbleibendem Großauftrag feilgeboten – ein Angebot, dass man sich bei Taubenreuther nicht zwei Mal überlegen musste. gesamten Testbericht HIER weiterlesen.
Jeep Grand Cherokee - Peak Geländetest OffroadPark  Quelle: Eigenes Foto

Sowohl auf meinen Seminaren als auch in einzelnen Gesprächen weise ich darauf hin, dass vieles in der Vorsorge in die Hose gehen kann, wenn man nicht das Worstcase Szenario bedenkt. Dazu gehört auch, wenn man Vorbereitung konsequent durchführt ein angepasstes Fortbewegungs-mittel. 

Für den Einen ist es das feste Schuhwerk, für den Anderen ein Fahrrad, der Dritte schwört auf einen Geländewagen und manche sogar auf einen Hummer oder Unimog. Alles eine Frage des Geschmacks, des Lebensstils, des Aufenthaltsortes, des Berufs und natürlich auch eine Frage des Geldbeutels.

Was für wen das notwendig Richtige ist, ist so individuell wie eine Wohnungseinrichtung. In meinem Fall, war die Anforderung klar: Ausreichend Komfort für 50.000 km Autobahn im Jahr, volle Geländetauglichkeit wenn im Not- oder Spassfall gefordert, Akzeptanz bei meinen Firmenkunden und zuletzt; Wirtschaftlichkeit, die mein bisheriges Autobudget nicht wesentlich überschreiten sollte. ... und, ach ja, mindestens 800km Reichweite.

Auch hier hatte das Gesetz der Anziehung (siehe Master Key System) wieder mal voll zugeschlagen. Monatelang konnte ich mich nicht für ein Auto entscheiden, da mir das Eine nicht gefiel und das Andere zu teuer oder nicht ausreichend autobahntauglich oder geländetauglich war. Mein Traumauto, das alle Voraussetzungen erfüllte, erschien immer wieder aber in weiter Ferne. Es wurde Zeit, denn mein Audi A5 hatte mittlerweile 200.000 km auf dem Buckel.

Quelle: eigenes Foto
Also; Land Rover Defender fällt aus, da der schon bei 120 auf der Autobahn eine Schmerzschwelle erfordert, die ich nicht bereit bin zu liefern. Eine G-Klasse von Mercedes könnte es sein? Groß, kraftvoll, geländegängig mit Sperrdifferenzial und im Business akzeptiert. ...... aber minimum 14 Liter Diesel, neu sauteuer, echt beschissen aussehend; oder bezahlbar saualt und immer noch beschissen aussehend - fällt also auch aus. Umbau einer Wolf Militärversion wäre ja noch schlimmer, obwohl noch Geländetauglicher. Suzuki, Mitsubishi und Toyota sind bezahlbar aber da hat sich mein Geschmack so sehr verwehrt, dass sich die Fußnägel nach oben geklappt haben, also auch Ausfall.

Jeep Wrangler [siehe Bild oben] wow, ja, das wärs gewesen. Der Opa aus der EDEKA Werbung hätte dafür vielleicht nur einen Ausdruck verwendet, supergeiiil! 

Also Testfahrt. Eine Autobahnfahrt bei 160 km/h und ein paralleler Anruf eines Kunden hat das Ergebnis schnell beinflusst. "Das Ding" in der Probefahrt [siehe rechts oben] sah supergeil aus, ist verwindungssteif und bringt viel Fahrspass bei 110km/h, nur habe ich in einem Kundentelefonat leider nicht sehr viel verstanden wegen der Windgeräusche oder dem laiten nagelnden Motor. 

Strassen in Kroatien sind eben noch nicht alle EUfinanziert
Fazit: Ich habe "zufällig" das erhalten, was ich eigentlich immer wollte, jedoch aufgrund meiner ersten Preis-informationen nicht zu kaufen gewagt hatte. Einer dieser Häuptlinge [Grand Cherokee] mit einem Offroadpaket und Unterfahrschutz (der mir beim ersten Geländetest bereits einen 3-4stelligen € Betrag eingespart hat) stand abholbereit und sofort verfügbar bei meinem Händler.

So ist es ein Granny geworden, der mich mittlerweile schon 75.000 km begleitet hat und nie im Stich gelassen hatte. Gleich wie heftig das Gelände sich zeigte. Gut, an der Seite hat er ein Paar Kratzer und der  Unterboden würde ohne Platten vielleicht nicht mehr existieren. Mit meinen Anforderungen und bei dem Preis ein Kauftipp. Und wer es wissen will: im Schnitt fahre ich ihn mit 9,4 ltr. Diesel. Für weit über 2 Tonnen absolut ok!