Ben Aicha & Ben Amera - Mauretanien


Mitten im Nichts der mauretanischen Wüste stehen sie da.
Ben Amera und Ben Aicha.
Zwei Monolithen aus dunklem Granit, älter als jede Geschichte, die man sich über sie erzählt.

Ben Amera – einer der größten freistehenden Felsen der Welt – erhebt sich wie ein eingefrorener Gedanke aus Sand und Geröll. Kein Wegweiser führt hierher, kein Zaun hält Abstand. Nur Wind, Hitze und Zeit. Daneben Ben Aicha, kleiner, fast bescheiden, als würde er zuhören statt sprechen.

Niemand weiß genau, wie lange sie schon hier stehen.
Nomaden erzählen von Riesen, von Liebenden, von Steinen mit Gedächtnis.
Geologen sprechen von Millionen Jahren Erosion.
Beides fühlt sich richtig an.

Hier draußen verliert Größe ihre Bedeutung.
Der Mensch wird klein, der Fels wird still, und für einen Moment passt alles zusammen.
Kein Empfang. Keine Ablenkung.
Nur Granit, Himmel und dieses Gefühl, am Rand der Welt zu stehen.

Der Baobab (Affenbrotbaum) in Mauretanien

Der Baobab steht da, als hätte ihn jemand vergessen.
Ein dicker, zerfurchter Körper, die Äste wie umgedrehte Wurzeln, in den Himmel gekrallt.


Kein Wind fragt ihn etwas, kein Mensch widerspricht ihm.
Die Sonne brennt, Ziegen suchen Schatten, und irgendwo knirscht Sand zwischen Zähnen.
Der Baum hat all das schon

Begegnung mit fast 100 Pavianen in Südmauretanien – was wir daraus gelernt haben

In den letzten Tagen kam es in Südmauretanien, südlich von Kiffa, zu einer Situation, die uns nachhaltig geprägt hat. Nicht, weil sie spektakulär war, sondern weil sie gezeigt hat, wie schnell Wildnis ihre Regeln durchsetzt, wenn man sie übersieht.
Nahe eines Wasserplatzes, an dem wir Sahara Krokodile beobachtet hatten, traf eine Gruppe von Pavianen auf unseren Lagerplatz.

Was mit zwei Tieren in etwa fünfzig Metern Entfernung begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer Gruppe von annähernd hundert Guineapavianen, die uns in einem Halbkreis umzingelten und bis auf rund zwanzig

🐊 Die Sahara-Krokodile von Mauretanien – Die letzten Überlebenden der Wüste

Mitten in der scheinbar lebensfeindlichen Weite der Sahara existiert ein biologisches Relikt: eine kleine, isolierte Populationen von Sahara-Krokodilen (wissenschaftlich Crocodylus suchus, früher oft dem Nilkrokodil zugeordnet). Diese Tiere gehören zu den letzten ihrer Art in der Wüste und überleben heute nur noch in wenigen abgelegenen Regionen im Süden Mauretaniens. Wir haben sie besucht.


🌍 Relikte der „grünen Sahara“