Mauretanien **Vorankündigung** Live Vortrag: Overland durch Mauretanien

Es gibt Reisen, die beginnt man mit einem Plan. Und es gibt Reisen, die zerlegen diesen Plan in seine Einzelteile und werfen ihn in den Wüstensand.

Ich lade euch ein, mich auf genau so eine Reise zu begleiten.

Castor - Der Hund, der in seinen 1½ Jahren mehr gesehen hat als andere im ganzen Leben.

Ich bin Castor. Ca. 18 Monate alt. Seit über 13 Monaten unterwegs mit dem Alten.

Über 75.000 Kilometer, mehr als 26 Länder.


Besonders waren Russland, Armenien, Georgien, Westsahara, Marokko und Mauretanien.

Straßen, die enden, bevor du es merkst. Winde, die dich zusammenschlagen. Städte, die nach Rauch und Müll riechen.

Ich fahre nicht. Ich schaue. Ich rieche.


Der Alte denkt, er lenkt alles. Ich weiß es besser. Ich lese die Welt, während er das Lenkrad dreht.

High-Tech am Himmel, Schlammschlacht am Boden: Wenn die Rambla zum Stoppschild wird

Gestern hatte ich den Beitrag über den Todesfall Jenny geschrieben und heute konnte ich Zeuge werden wie schnell eine Rambla zur Falle wird. https://offdoor.blogspot.com/2026/03/wenn-trockene-flusse-plotzlich-erwachen.html

Man fühlt sich also eigentlich ziemlich "gut behütet" – bis die Realität in Form einer Rambla zuschlägt.

Eine Rambla ist im Grunde ein trockenes Flussbett, das die meiste Zeit des Jahres harmlos aussieht. Doch wer die Region Murcia kennt, weiß: Eine Rambla ist ein schlafendes Unwetter-Monster. Wenn es in den Bergen regnet, schießt das Wasser durch diese Kanäle zum Meer.

Heute durften wir das Ergebnis live miterleben. Ein Fahrzeug im Dienste der DGT hatte versucht, eine solche überflutete Passage zu durchqueren. Das Ergebnis? Endstation Schlamm. Motor und Elektrik tot. 

Dank dieses Manövers hieß es für uns: Geduld üben. Mehrere Stunden

Wenn trockene Flüsse plötzlich erwachen - Übernachten in Wadis und die unsichtbare Gefahr von Regen

Aus gegebenem Anlass, weil wir gerade gestern an einem solchen Ort übernachtet haben, an dem 2001 Jenny ums Leben kam. (Aber wir haben an einer erhöhten Stelle geparkt, an die das Wasser bisher noch nie angekommen war.)

Man fährt durch staubige Hügel, folgt einer Piste, die sich langsam zum Meer hinunterzieht. Dann öffnet sich ein breites Tal aus Kies und Sand. Kein Wasser, nur ein paar Sträucher und glatt geschliffene Steine.

Ein perfekter Platz zum Übernachten.

Genau solche Orte ziehen Reisende magisch an. Vanlife, Overlander, Surfer, Fischer. Flache Fläche, windgeschützt, meistens menschenleer.


Im arabischen Raum nennt man solche Täler Wadis. Trockene Flussläufe, die nur zeitweise Wasser führen. In Nordafrika sind sie allgegenwärtig. Aber auch im Süden Europas gehören sie zur Landschaft. Zum Beispiel hier in Andalusien.

Aktuell (2026) wieder eine Mine in der Westsahara explodiert

Eine Nacht, ein Motor, ein Zelt, und weiße Plastikberge und die Verbote.


Gedanken eines reisenden Hundes über Wildcampen, Overlander und die Schattenseiten der Pandemie

Ich heiße Castor. Ich bin ein Hund. Einer dieser Overlanding Pets. Und ich habe gesehen, wie Menschen die Natur betreten.

Früher kam der Wanderer. Mit Staub an den Schuhen und einem kleinen Zelt. Leise. Unauffällig.

Dann kam der Overlander. Ein Fahrzeug, das aussieht wie ein alter Baumstumpf. Staubig. Unaufdringlich. Keine Markise. Keine Lichterketten. Still. So soll es sein.
Und die Nacht war friedlich.

Zurück in Europa – und plötzlich gibt es wieder alles

Die Straße wird besser. Der Asphalt glatter. Die Dörfer ordentlicher. Und irgendwann passiert es ganz nebenbei: Man ist wieder in Europa.

Nach Wochen in Mauretanien und der Westsahara fühlt sich das fast ein wenig unwirklich an. Die Landschaft verändert sich, die Häuser auch. Aber das eigentliche Signal kommt oft erst später.

Es steht meist unscheinbar am Ortsrand. Ein Supermarkt.